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Nickel ist ein silbrig- weißes Metall, welches überwiegend aus kupferhaltigen Eisenerzen gewonnen wird. Etwa 60% der jährlichen Produktion werden in folgenden Ländern abgebaut: Russland, Indonesien, Philippinen, Kanada und Australien. Der größte Teil der Nickelproduktion geht in die Stahlveredelung als Legierungsmetall. Des Weiteren wird der Rohstoff für den Apparatebau und als Katalysator in der chemischen Industrie eingesetzt. Nickel wird in London an der LME gehandelt.
Wir haben unsere Industriemetallpreisprognosen angepasst und sehen diese zumeist höher als bislang gedacht. Wir tragen damit vor allem den kräftigen Preisanstiegen der letzten Wochen Rechnung. Allerdings halten wir daran fest, dass insbesondere der Anstieg bei Kupfer angesichts der noch guten Versorgungslage etwas voreilig war und sehen kurzfristig noch leichtes Korrekturpotential. Wir haben unsere Jahresendprognose von 9.600 auf 10.500 USD je Tonne angehoben. Die Prognose für Aluminium haben wir derweil auf 2.900 USD je Tonne (vorher 2.600 USD) und für Zink auf 3.000 USD je Tonne (vorher 2.800 USD) nach oben revidiert. Hier gehen wir ebenso davon aus, dass das Aufwärtspotenzial vorerst ausgereizt ist. Dagegen haben wir unsere Nickelpreisprognose von 16.000 USD je Tonne auf 15.000 USD je Tonne gesenkt. Auch hier zeichnet sich zwar ab, dass die Metallproduktion perspektivisch weniger dynamisch wächst, aber auf absehbare Zeit bleibt der Nickelmarkt reichlich versorgt..
Die Ölpreise haben wieder nach oben gedreht: Die Verluste der letzten zwei Wochen aufgrund der (drohenden) Überversorgung wurden binnen von zwei Tagen wieder aufgeholt. Maßgeblich war die Verschärfung der US-Sanktionen gegen Russland.. --- Gold ist als sicherer Hafen stark gefragt: Nächste Woche wird der World Gold Council seinen Bericht zu den Goldnachfragetrends im dritten Quartal publizieren. Die bereits veröffentlichten Statistiken zu den Zuflüssen in die Gold-ETFs legen ein hohes Interesse der Investoren in Nordamerika nahe.. --- An den Industriemetallmärkten herrschte zuletzt ein gemischtes Bild. Während sich die Preise von Kupfer und Nickel auf leicht niedrigeren Niveaus im Vergleich zu vor zwei Wochen stabilisiert haben, konnten die Preise von Aluminium und Zink zuletzt wieder Boden gutmachen..
Der Preis von Nickel hat sich unter den wichtigsten Industriemetallen in diesem Jahr am schwächsten entwickelt und ist zuletzt sogar hinter das bisherige Schlusslicht Zink zurückgefallen. Bislang steht gerade einmal ein Plus von rund 1% seit Jahresanfang zu Buche. Die neusten Projektionen der International Nickel Study Group (INSG) dürften den Markt in seiner Sicht bestätigen. Denn auch die Experten schätzen die Angebotslage am Nickelmarkt günstig ein, was die Preise drückt. Trotz der Bemühungen der indonesischen Regierung, die heimische Produktion stärker zu regulieren, erwarten sie eine weitere Ausweitung der Produktion in diesem und im nächsten Jahr. In diesem Jahr soll das Plus bei rund 8% liegen, im nächsten Jahr rechnen sie mit einem Zuwachs von immer noch hohen 7%. Die Nachfrage steigt dagegen etwas weniger dynamisch als noch im vergangenen Jahr..
Der Industriemetallindex der Londoner Metallbörse erreichte Anfang vergangener Woche das höchste Niveau in diesem Jahr und verzeichnet aktuell ein Plus von rund 10% zum Jahresanfang. Hier zeigt sich, dass in erster Linie Preissteigerungen bei Kupfer und Aluminium für den Anstieg verantwortlich sind.. --- Geholfen hat, dass sich die initalen Ängste vor einer globalen Rezession nicht bewahrheitet haben.. --- Die schwachen Konjunkturaussichten für China sind aber nicht nur auf den Handelskonflikt mit den USA zurückzuführen. Auch strukturelle Probleme bremsen, allen voran der kriselnde Immobiliensektor.. --- Der starke Preisanstieg bei Kupfer dürfte vor allem einen Grund haben: Die anhaltenden Sorgen hinsichtlich einer Angebotsverknappung.. --- Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass in den kommenden Monaten eine schwächelnde Nachfrage auf eine hohes, wenn auch stagnierendes Angebot treffen wird. Unserer Ansicht nach spricht das gegen weitere starke Preisanstiege bei den wichtigsten Industriemetallen..
China hat im aktuellen Handelskonflikt eine mächtige Waffe gezückt: Einschränkungen Exporte Seltener Erden. Die Gefahr besteht, dass Peking es hierbei nicht belassen wird, sondern auch die Ausfuhr anderer wichtiger Rohstoffe behindert.. --- Das Ausmaß von Chinas Rohstoffmacht wird im neusten Bericht der IEA zu kritischen Mineralien und Metallen einmal mehr deutlich: Hierin stellen die Experten heraus, dass – entgegen der Bemühungen vieler Regierungen, sich unabhängiger von einzelnen Rohstofflieferanten zu machen – sich der Trend in Richtung einer höheren Marktkonzentration im vergangenen Jahr fortgesetzt hat.. --- Im Falle von Kupfer dürfte die Minenförderung langfristig auch deutlich hinter der Nachfrage zurückfallen. Gleichzeitig kämpfen die Minenproduzenten mit einer abnehmenden Qualität der Kupfererze in ihren Bestandsminen. Kombiniert mit der Tatsache, dass neue Minenprojekte von Entdeckung zu Förderung etwa 17 Jahre benötigen..
Der Brentölpreis stieg in dieser Woche auf mehr als 68 USD je Barrel und erreichte damit das höchste Niveau seit der Ankündigung reziproker Zölle durch US-Präsident Trump Anfang April. Vom kurz darauf verzeichneten 4-Jahrestief hat sich der Preis rund 10 USD entfernt. Rückenwind gaben zuletzt Hoffnungen auf eine mögliche Annäherung im Zollkonflikt zwischen den USA und China sowie neue US-Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor bzw. Abnehmer von iranischem Öl. Die deutliche Ausweitung des Ölangebots der OPEC+ im Mai scheint zumindest vorerst verdaut zu sein.. --- Mitte kommender Woche veröffentlicht der World Gold Council (WGC) seinen Bericht zur Goldnachfrage im ersten Quartal. Der Goldpreis dürfte vielmehr auch weiterhin von der großen Unsicherheit getrieben werden.. --- Metallspezifische Faktoren spielen derweil für die relative Peformance eine Rolle. Kupfer und Nickel dürften zuletzt von anhaltenden Angebotssorgen profitiert haben..
Auch an den Industriemetallmärkten setzte nach der Ankündigung eines 90-tägigen Aussetzens der meisten reziproken US-Zölle eine Erholung ein. Allerdings halten wir das weitere Erholungspotenzial vorerst für begrenzt. Zum einen ist unklar, was in 3 Monaten mit den Zöllen passiert, weshalb sich Unternehmen und Verbraucher vorerst noch zurückhalten dürften. Zum anderen ist die Zollspirale zwischen den USA und China noch im vollen Gange. Mittlerweile belaufen sich die US-Strafzölle auf die meisten chinesischen Güter auf satte 145%..
Der gestrige Handel hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Wirtschaftspolitik des künftigen US-Präsidenten Trump die Rohstoffmärkte stark beschäftigen bzw. für viel Volatilität sorgen wird. Berichte, denen zufolge die Zollerhöhungen auf sogenannte “kritische” Güter beschränkt werden sollen, ließen den Kupferpreis gestern kurzfristig um fast 200 USD nach oben springen. Zuvor hatten unter anderem enttäuschende Einkaufsmanagerindizes aus China den Kupferpreis auf den tiefsten Stand seit Anfang August gedrückt (siehe unten). Mit dem am Nachmittag folgenden Dementi Trumps gab der Preis dann wieder nach..