|
|
|
06.08.26 - 19:27
|
Kupfer: US-Nachfrage und Zollsorgen erhöhen den Aufwärtsdruck (SG)
|
|
|
Die Industriemetallpreise sind mit leichten Gewinnen in die zweite Jahreshälfte gestartet: Im Juli legte der Index der Londoner Metallbörse LMEX um immerhin 3,7% zu. Nicht nur angesichts der sehr instabilen Situation im Nahen Osten ist dies wohl als recht robust einzustufen, auch Chinas jüngste Stimmungsindikatoren mahnen zur Vorsicht: Der offizielle Einkaufsmanagerindex rutschte unter die Expansionsmarke von 50. Auch wenn im Verarbeitenden Gewerbe auf die teilweise extremen Wetterbedingungen verwiesen wird, die das Ergebnis belastet haben, zeigt sich vor allem bei der Binnennachfrage ein extrem schwaches Bild.. --- Überraschend gut ist dagegen die Stimmung in den USA: Der ISM-Index im Verarbeitenden Gewerbe kletterte im Juli überraschend deutlich um gut 2 auf 55,6 Punkte.. --- Kupfer in den USA weiterhin stark gefragt..
|
|
|
30.07.26 - 13:02
|
Kupfer: El Nino als unterschätztes Risiko (SG)
|
|
|
Der jüngste Wintersturm in Chile hat erneut die Verwundbarkeit des globalen Kupferangebots gegenüber Wetterextremen verdeutlicht, die mit dem Aufkommen von El‑Niño in diesem Jahr vermehrt zu erwarten sind. Mehrere große Minenbetreiber meldeten vorübergehende Betriebsunterbrechungen infolge von Schneefällen und Überschwemmungen.. --- Die Bedeutung von El‑Niño-bedingten Störungen ergibt sich vor allem aus der hohen geografischen Konzentration des Angebots: Chile und Peru stehen zusammen für knapp 40% der weltweiten Kupferminenproduktion..
|
|
|
22.07.26 - 12:30
|
Kupfer: Hohe Prämie für Chinas Kupferimporte, aber robuste Produktion (SG)
|
|
|
Die Prämie auf Kupferimporte im chinesischen Hafen von Yangshan hat in den letzten Monaten kräftig angezogen: Sie beläuft sich laut der Researchgruppe Shanghai Metals Market aktuell auf gut 100 USD; im Januar hatte sie lediglich bei 20 USD gelegen. Das ist in der Regel ein Hinweis auf eine starke Kupfernachfrage in China. Zur Knappheit trägt aber momentan auch bei, dass das Angebot an Kupferschrott in China aufgrund neuer Steuerregelungen gering sei. Derweil waren die chinesischen Produktionszahlen für Kupfer abermals gut: Im Juni wurden laut Statistikbehörde 1,334 Mio. Tonnen Kupferraffinade produziert, 4,4% mehr als im Vorjahr und etwas mehr als im bisherigen Rekordhoch. Hohe Preise für die als Nebenprodukt entstehende Schwefelsäure kompensieren offensichtlich für negative Verarbeitungsmargen..
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
07.07.26 - 10:36
|
Rohstoffausblick: Übertriebener Optimismus am Ölmarkt? (SG)
|
|
|
Die Ölpreise sind in dieser Woche weiter gefallen. Ausschlaggebend hierfür dürften positive Nachrichten zu den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gewesen sein, die Hoffnungen auf eine vollständige Öffnung der Straße machten und deshalb die Risikoprämie für mögliche Lieferunterbrechungen fallen ließen.. --- Auch wenn eine deutliche Quotenerhöhung unwahrscheinlich bleibt, dürfte die OPEC+ dem Druck zumindest teilweise nachgeben. Allerdings dürften zusätzliche Fördermengen den Markt kaum beeinflussen, solange die Öllieferungen durch die Straße von Hormus eingeschränkt bleiben.. --- Der Kupfermarkt wartet weiterhin auf den Bericht von US-Handelsminister Lutnick zu einem möglichen Importzoll von 15% auf raffiniertes Kupfer..
|
|
|
07.07.26 - 10:18
|
Kupfer: Rückschlag beim wichtigsten Produzenten (SG)
|
|
|
Während der Markt das Ausbleiben des Berichts des US-Handelsministers zum US-Zoll auf raffiniertes Kupfer die Einführung zum Jahresanfang 2027 mit Preisabschlägen quittiert, kommen von anderer Seite preisstützenden Meldungen. Denn die Situation am neuralgischen Punkt der globalen Kupferproduktion scheint sich eher zu verschärfen: Chiles Statistikbüro meldet für Mai einen Rückgang der dortigen Kupferminenproduktion von fast 13% im Vergleich zum Vorjahr, nach bereits ebenfalls enttäuschenden Zahlen für April.. --- Chile ist laut der ICSG mit einem Viertel der globalen Kupferminenproduktion der mit Abstand größte Anbieter am Weltmarkt..
|
|
|
|
|
01.07.26 - 17:49
|
Kupfermarkt zwischen Hoffnung und Risiko: China- Daten stützen, Zolldiskussion belastet (SG)
|
|
|
Der Index der Londoner Metallbörse (LMEX) kommt nicht recht vom Fleck. Gestern trat er erneut den Rückzug an, heute Morgen gibt der offizielle Einkaufsmanagerindex in China aber eher wieder Auftrieb: Dieser kletterte in der Industrie im Juni auf 50,3 und überraschte damit positiv. Maßgeblich war wohl die exportgetriebene Industriekonjunktur, die durch das weltweit stark wachsende Segment der Künstlichen Intelligenz beflügelt wird.. --- Zink bekommt zusätzlich von anderer Seite Unterstützung: Laut der chinesischen Researchgruppe Antaike haben 16 chinesische Zinkschmelzen beschlossen, ihren Einsatz von Zinkkonzentrat um 600 Tsd. bis 1 Mio. Tonnen in diesem Jahr zu reduzieren.. --- US-Zoll künftig auch auf raffiniertes Kupfer?
|
|
|
|
|
24.06.26 - 16:09
|
Wetterphänomen El Nino belastet Rohstoffmärkte (SG)
|
|
|
Über Europa rollt derzeit eine erdrückende Hitzewelle. Doch auch die Wetteraussichten für das restliche Jahr sind kaum rosiger. Grund hierfür ist das Wetterphänomen El Niño.. --- Neben einer eingeschränkten Atomkraft, kann es bei langer Trockenheit auch zu einer Drosselung der Wasserkraft kommen. Die Wasserspeicher Norwegens, das normalerweise Strom nach Europa exportiert, sind aufgrund eines ungewöhnlich trockenen Winters aktuell so niedrig befüllt wie seit 20 Jahren nicht mehr.. --- Der Aufwärtsdruck auf die Strompreise erhöht sich aber auch dadurch, dass mit einer starken Hitzewelle und dem hierdurch vermehrten Einsatz von Klimaanlagen die Stromnachfrage steigt. Dies wiederum könnte auch den Bedarf an Gaskraft erhöhen und somit den Gaspreis nach oben treiben. Das gilt nicht nur ganz aktuell für Europa, sondern für die kommenden Monate aufgrund des Wetterphänomens El Niño besonders für Asien..
|
|
|
20.06.26 - 18:13
|
Kupfer: Erholungsrally stockt, aber Unterstützung bleibt.. (SG)
|
|
|
Der Erholungsrally am Kupfermarkt ist nach der ersten Wochenhälfte die Luft ausgegangen. Offensichtlich hat der neue Fed-Vorsitzende Warsh die Stimmung etwas gedämpft, da Zinssenkungen nach dem Rückgang der Ölpreise nicht so schnell auf der Agenda zu stehen scheinen. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass Kupfer durch die Öffnung der Straße von Hormus nicht nur von den verbesserten Nachfrageaussichten Impulse erhält, sondern auf der Angebotsseite auch Preisunterstützung bekommt..
|
|
|
10.06.26 - 21:06
|
Kupfer: Erzknappheit lässt Importpreise trotz stabiler Mengen kräftig steigen (SG)
|
|
|
Mengenmäßig haben sich die chinesischen Kupferimporte im Mai im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend seitwärts bewegt. Während die Importe von Kupfererzen und -konzentraten um 1,6% niedriger lagen als im Vorjahr, stiegen die Importe von Rohkupfer und Kupferprodukten um 3,6%. Man muss allerdings dazu sagen, dass China mengenmäßig (in Tonnen) inzwischen rund fünfmal mehr Kupfererze und Konzentrate als Rohkupfer und Kupferprodukte importiert..
|
|
|
06.06.26 - 16:40
|
Wochenausblick Rohstoffe: Lage am Ölmarkt etwas weniger angespannt (SG)
|
|
|
Da die Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran erneut enttäuscht wurden, haben der Ölpreis und der europäische Gaspreis diese Woche wieder etwas zugelegt. Dabei fiel allerdings auf, dass der Brentölpreis deutlich schwächer reagierte als er dies auf ähnliche Entwicklungen vor ein paar Wochen getan hat. Dies ist wohl dadurch zu erklären, dass die Öllagerbestände länger als gedacht reichen, auch wenn die Lagerbestände einiger Ölprodukte bereits deutlich gefallen sind.. --- So dürften die auf ein Zehnjahrestief gesunkenen Rohölimporte Chinas auf dem Seeweg den Wettbewerb in Asien um das verfügbare Öl verringert haben. Sollten die Daten der Zollbehörde einen Rückgang der Rohölimporte im Mai zeigen, wovon auszugehen ist, dürfte dies für sich genommen die Preise drücken.. --- Auch an den Industriemetallmärkten dürften die Außenhandelsdaten aus China im Fokus stehen. Sowohl Exporte als auch Importe dürften – letztere trotz der geringeren Ölimporte – deutlich höher gewesen sein als vor einem Jahr..
|
|
|
|
|
04.06.26 - 17:58
|
Industriemetalle: Wirtschaftsdaten stützen - Kupfer im Bann der Zollrisiken (SG)
|
|
|
Zu Anfang des Iran-Krieges war der inverse Verbund der Industriemetallpreise und des Ölpreises ebenfalls recht hoch: Der Korrelationskoeffizient der Tagesveränderungen (gleitend über 30-Handelstage) von dem Index der Londoner Metallbörse und dem Ölpreis lag in der Spitze bei -0,6, und war damit ähnlich hoch wie zuletzt am Goldmarkt (siehe oben). Aber zuletzt hat sich der Verbund gelockert: Aktuell liegt er nur noch bei -0,3. Maßgeblich für die Abkoppelung ist unter anderem die Robustheit der US- und der chinesischen Wirtschaft.. --- Nervosität am Kupfermarkt steigt mit näher rückenden US-Zollentscheidung..
|
|
|
|
|
30.05.26 - 16:23
|
Wochenausblick Rohstoffe: Weiter im Bann des Irankriegs (SG)
|
|
|
Hoffnungen auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran haben diese Woche den Preis für ein Barrel Brentöl erstmals seit Mitte April wieder unter 95 USD rutschen lassen. Gegenseitige Angriffe der Konfliktparteien hatten die Ölpreise zwischenzeitlich erneut steigen lassen, ehe gestern Nachmittag Nachrichten über eine Verlängerung des Waffenstillstands für 60 Tage aufkamen und die Ölpreise daraufhin weiter abrutschten. Auch eine unbeschränkte Schifffahrt durch die Straße von Hormus soll Teil der Vereinbarung sein. Sollten die Hoffnungen abermals enttäuscht werden, könnten die Preise schnell wieder steigen.. --- In der Tendenz leeren sich die Vorräte, so auch in der letzten Woche; die US-Benzinvorräte sind bereits deutlich niedriger als zu dieser Jahreszeit üblich, die US-Destillatevorräte liegen auf einem 21-Jahrestief.. --- Gold zeigte sich dabei zuletzt besonders empfindlich, rutschte unter 4.400 USD je Feinunze.. --- Die Industriemetallpreise erwiesen sich dagegen vergleichsweise robust..
|
|
|
|
|