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Commerzbank Nachrichten

Die Commerzbank ist nach der Deutschen Bank die größte Privatbank in Deutschland. Das Researchteam um den Chefvolkswirt Jörg Krämer veröffentlicht regelmäßig Studien zum Finanzmarkt und zu volkswirtschaftlichen Daten.
 
29.05.26 - 11:30
US-Zölle – wir machen Inventur (Commerzbank)
 
29.05.2026 - Die Trumpsche Wirtschaftspolitik setzt stark auf Zölle....
22.05.26 - 09:30
Wie lange reichen die Ölreserven? (Commerzbank)
 
Unter diesen Annahmen würden die verfügbaren Lagerbestände den Ausfall rechnerisch für etwa 15 Monate decken können, also bis Mitte nächsten Jahres. Das klingt sehr entspannend. Allerdings zeichnet diese Rechnung ein zu optimistisches Bild. So ist die Abhängigkeit Asiens von den Öllieferungen aus der Golfregion deutlich höher, weshalb die Reichweite der Ölvorräte dort entsprechend geringer ist. Zudem wird nicht zwischen Rohöl und den verschiedenen Ölprodukten differenziert. Selbst bei einer auf den ersten Blick ausreichenden Versorgung mit Rohöl ist nicht sichergestellt, dass auch genügend Benzin, Diesel oder Kerosin vorhanden ist.. --- Bei Kerosin drohen raschere Engpässe --- Außerdem besteht das Risiko, dass die USA den Export von Öl aus innenpolitischen Gründen beschränken: Die USA sind in den letzten Wochen als Anbieter in die Bresche gesprungen, indem sie ihre Ölexporte, insbesondere die Exporte von Ölprodukten, deutlich erhöht haben..
 
18.05.26 - 15:15
Early Bird macht ein bisschen Hoffnung (Commerzbank)
 
Unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, der Early Bird, ist im April deutlich von 24 auf 31 Punkte gestiegen und hat damit seine Aufwärtstendenz der vergangenen Monate fortgesetzt. Dabei ist zubeachten, dass der Early Bird mit den massiv gestiegenen Energiepreisen und den deutlich steigenden Ausgaben des deutschen Staates zwei derzeit wichtige Einflussfaktoren auf die deutsche Wirtschaft nicht berücksichtigt. Allerdings zeigt sein Anstieg im April, dass sich die sonstigen Einflussfaktoren zuletzt positiv entwickelt haben. Dies erhöht die Chance, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten trotz der massiven Belastung durch den Iran-Krieg nicht schrumpfen wird..
18.05.26 - 09:45
Ölknappheit – Wie stark muss der Ölpreis noch steigen? (Commerzbank)
 
Die erhoffte Öffnung der Straße von Hormus verzögert sich, was das Angebot an Öl deutlich verringert. Wir untersuchen, wie sehr ein steigender Ölpreis die Nachfrage dämpft und so die Versorgungslücke verringert..
08.05.26 - 09:00
Iran-Krieg – wird alles gut? (Commerzbank)
 
Die Anzeichen für einen bevorstehenden Friedensschluss zwischen dem Iran und den USA verdichten sich, auch wenn Rückschläge wie der Schusswechsel heute Nacht jederzeit möglich sind. Wir analysieren, was ein Friedensschluss für die Wirtschaft, die Inflation, die EZB und die Finanzmärkte bedeuten würde.. --- Die Aktienmärkte waren stets von einem eher raschen Friedensschluss ausgegangen und haben – nach anfänglichen spürbaren Kursverlusten – vor allem in den USA neue Höchststände erreicht. Würde die Straße von Hormus dauerhaft geöffnet, wären die verbliebenen Rezessionsrisiken gebannt und die Unternehmensgewinne würden in der Tendenz weiter steigen – vor allem in den USA. Das spricht für gute Rahmenbedingungen für Aktien, zumal ein Ende des Kriegs mehr denn je für US-Leitzinssenkungen gegen Ende des Jahres sprechen würde..
30.04.26 - 10:00
Nahost-Krieg – die langfristigen Folgen (Commerzbank)
 
Alles in allem dürfte der Iran-Krieg beträchtliche langfristige Auswirkungen haben. Er ist Game Changer, was etwa die künftige Rolle der Golfstaaten anbelangt, die sich nach den Angriffen Irans schwer tun dürften, wie bisher Kapital und qualifizierte Arbeitskräfte anzuziehen. Darüber hinaus dürfte der Iran-Krieg bestehende Trends verstärken. Das gilt etwa für das Streben nach Energiesicherheit und stabileren Lieferketten. Die damit einhergehenden Kosten sprechen ebenso für eine strukturell höhere Inflation wie die gestiegene Wahrscheinlichkeit neuer Angebotsschocks und höhere Verteidigungsausgaben, zumal die US-Notenbank und auch die EZB wegen politischen Drucks und hoher Staatsschulden faktisch weniger unabhängig sind, gegen Inflationsrisiken entschieden genug vorzugehen..
 
24.04.26 - 13:45
Zinserhöhung – Worauf die EZB schaut (Commerzbank)
 
Die EZB wird die Zinsen in der kommenden Woche aller Voraussicht nach unverändert lassen. Eine Zinserhöhung ist aber nicht grundsätzlich vom Tisch, insbesondere wenn Zweitrundeneffekte die Inflation über längere Zeit anschieben.. --- Vor dem Hintergrund der genannten Inflationsrisiken erwarten wir für Juni eine Zinserhöhung der EZB, sofern die Straße von Hormus bis dahin nicht vollständig und nachhaltig geöffnet ist. Wir gehen aber nicht so weit wie die Finanzmärkte, die bis zum Jahresende nicht nur einen, sondern rund zweieinhalb Zinserhöhungen erwarten. Denn andere von Präsidentin Lagarde genannte Indikatoren signalisieren gewisse Abwärtsrisiken für die Inflation. So deuten konjunkturelle Frühindikatoren wie der Einkaufsmangerindex für die kommenden Monate auf ein deutlich nachlassendes Wirtschaftswachstum, was mittelfristig die Inflation dämpfen könnte..
17.04.26 - 09:45
Ölpreisschock – schlimmer als in den 70ern? (Commerzbank)
 
Trotz eines stärkeren Rückgangs der Ölförderung dürften die Industrieländer unter der aktuellen Energiekrise weniger leiden als während der beiden Ölkrisen der 1970er Jahre. Dies liegt daran, dass die Preise weniger stark gestiegen sind als damals und die Wirtschaft heute deutlich weniger „ölintensiv“ ist als vor 50 Jahren. Selbst wenn man die steigenden Erdgaspreise mit einbezieht, die damals kaum eine Rolle spielten, ändert dies nichts an dieser Schlussfolgerung. Allerdings stellen Probleme in der Lieferkette ein erhebliches Risiko dar. Daher ist es für eine Entwarnung noch zu früh..
10.04.26 - 09:45
Deutschland – Early Bird gewinnt an Flughöhe (Commerzbank)
 
10.04.2026 - Unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, der Early Bird, ist im März von 17 auf 23 Punkte gestiegen, ......
10.04.26 - 09:15
Straße von Hormus bleibt Risiko für Lieferketten (Commerzbank)
 
Trotz des Waffenstillstands im Mittleren Osten bleibt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt. Zwar bezieht Deutschland nur vergleichsweise wenig Erdöl und Erdgas von den Anrainerstaaten des Persischen Golfs, dafür aber wichtige Chemikalien und Edelgase. Zudem könnten einige asiatische Länder aufgrund von Öl- und Erdgasmangel weniger Waren wie Elektronik nach Europa exportieren. Aktuell gibt es noch keine Anzeichen für eine Lieferkettenkrise wie während der Pandemie.. --- Die Versorgung der deutschen und der europäischen Industrie mit Vorprodukten könnte also direkt und indirekt durch eine anhaltende Einschränkung des Verkehrs durch die Straße von Hormus beeinträchtigt werden. Zumindest für die kommenden Wochen ist eine ähnliche Verschärfung der Situation wie im Jahr 2021 aber aus verschiedenen Gründen unwahrscheinlich.. --- Natürlich kann es dennoch in den kommenden Wochen zu einzelnen Lieferausfällen kommen, und auch ohne Lieferausfälle könnten Preise schnell steigen..
 
02.04.26 - 10:00
Ölpreisanstieg treibt US-Inflation (Commerzbank)
 
Wie stark treiben der Nahost-Krieg und das teurere Öl die US-Verbraucherpreise nach oben? Nächste Woche werden die März-Zahlen einen ersten Eindruck liefern. Die deutsche Industrie dürfte im Februar sowohl mehr Aufträge erhalten haben als auch ihre Produktion gesteigert haben. Allerdings war dies vor dem Ausbruch des Kriegs..
27.03.26 - 09:45
Nahost-Krieg – Wie knapp wird Öl? (Commerzbank)
 
Wegen der Schließung der Straße von Hormus haben wir bei Rohöl eine massive Versorgungslücke. Durch eine stärkere Nutzung von Pipelines, die Freigabe von sanktioniertem Öl, eine höhere Produktion außerhalb der Region und Ausnahmeregelungen für ausgewählte Länder könnte diese deutlich verringert werden, und die verbleibende Nachfrage dürfte zunächst aus den gut gefüllten Lagern bedient werden. Längerfristig müsste aber der weltweite Verbrauch zurückgehen, wofür entweder die Preise noch einmal massiv steigen müssten oder staatliche Rationierungsmaßnahmen notwendig wären.. --- Wenn die Lagerbestände sichtbar fallen und gleichzeit nicht absehbar ist, wie die verbleibende Angebotslücke langfristig kompensiert werden kann, dürfte dennoch zunehmend Nervosität aufkommen..
 
20.03.26 - 09:30
Ein Inflationsschock wie 2022? (Commerzbank)
 
Der Iran-Krieg hat die Energiepreise kräftig steigen lassen, weshalb viele einen neuerlichen Inflationsschub wie in den Jahren 2021 und 2022 befürchten, als die Inflationsrate im Euroraum zwischenzeitlich über 10% lag. Tatsächlich gibt es einige Parallelen zwischen damals und heute, aber aus unserer Sicht überwiegen die Unterschiede. Die Inflationsrate dürfte bei weitem nicht so hoch klettern wie damals..
13.03.26 - 10:30
Erhöht die EZB die Zinsen? (Commerzbank)
 
Die EZB wird in der kommenden Woche ihre Leitzinsen unverändert lassen. Zwar preisen die Terminmärkte im weiteren Jahresverlauf mehr als eine Zinserhöhung ein. Aber im Hauptszenario eines eher kürzeren Kriegs legen unsere Inflationsprognosen und Einschätzungen der EZB-Reaktionsfunktion keine Zinserhöhung nahe..
09.03.26 - 09:15
Early Bird stabil (Commerzbank)
 
06.03.2026 - Der Early Bird, unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, ist im Februar geringfügig von 21 auf 20 Punkte gefallen, womit er sich in den letzten drei Monaten per Saldo kaum verändert hat. Allerdings ist er deutlich niedriger als über weite Strecken des vergangenen Jahres, sodass die von ihm erfassten Faktoren nicht für eine weitere Belebung der deutschen Wirtschaft sprechen. Hierfür dürften aber die deutlich höheren Staatsausgaben sorgen..
06.03.26 - 09:15
Risiko Energiepreisschock (Commerzbank)
 
Angesichts des von der US-Regierung und der israelischen Regierung immer wieder genannten Ziels eines "Regime-Wechsels" besteht allerdings das Risiko, dass sich die Angriffe der USA und Israels über einige Monaten hinziehen und damit auch den Transport von Öl und Gas länger behindern werden. Im Extrem könnten damit sowohl bei Öl als auch bei Flüssiggas ein Fünftel der weltweiten Produktion nicht mehr auf den Weltmarkt kommen.. --- Auch bei einem längeren Konflikt dürfte es zwar wohl keinen Mangel an Öl und Gas geben, aber das geringere Angebot würde den Ölpreis sicherlich steigen lassen.. --- Euroraum: Inflation bei 3%, Konjunktur noch schwächer. Damit käme die EZB in eine unbequeme Lage. Schließlich würde die schwächere Konjunktur eher für niedrigere Zinsen sprechen, während eine Inflationsrate von mehr als 3% ein Argument für höhere Zinsen wäre.. --- Fed-Zinssenkungen im zweiten Halbjahr fraglich.. --- Ein längerer Krieg würde das eigentlich für Aktien recht freundliche Umfeld deutlich ungünstiger machen..
 
27.02.26 - 10:30
Bringt KI die New Economy zurück? (Commerzbank)
 
Die Meinungen gehen weit auseinander, wie stark KI die Produktivität letztlich wirklich verbessern wird und damit auch Potenzial für eine niedrigere Inflation besteht. So analysierte Nobelpreisträger Daron Acemoglu 2024, welche Tätigkeiten durch KI produktiver ausgeführt werden können. Weil bei vielen Jobs etwa in der Pflege und im Handwerk KI nur begrenzt helfen kann, kam er für die Gesamtwirtschaft auf Sicht von zehn Jahren auf einen Produktivitätsschub von weniger als 0,1% pro Jahr.. --- Eine wichtige Voraussetzung für die New Economy war in den 1990er Jahren sicherlich das damalige günstige Umfeld. Dieses sieht jetzt weniger einladend aus: Demografie, De-Globalisierung oder die überhöhten Staatsschulden sprechen im Gegensatz zu den 1990er Jahren jetzt nicht mehr für eine disinflationäre Entwicklung. Gleichzeitig ist die produktivitäts- und damit wachstumstreibende Wirkung von KI bisher eher eine Prognose als eine Tatsachenbeschreibung..
20.02.26 - 11:15
Deutsche Finanzpolitik kommt ins Rollen (Commerzbank)
 
Die Hoffnungen auf ein etwas stärkeres Wachstum der deutschen Wirtschaft beruhen in erster Linie auf der deutlich expansiveren Finanzpolitik. Tatsächlich gibt es erste Anzeichen, dass die stärkere Nachfrage des Staates in der Wirtschaft ankommt. Bisher konzentriert sich dies auf wenige Sektoren insbesondere in der Industrie, aber auch andere Sektoren werden auf Dauer hiervon profitieren. Trotzdem dürfte sich die Wirtschaft in diesem Jahr nur moderat beleben..
 
13.02.26 - 10:45
Deutschland – Wird das Gas knapp? (Commerzbank)
 
Die Gasspeicher in Deutschland sind Anfang Februar so leer wie lange nicht. Ein Engpass ist zwar unwahrscheinlich, weil hierfür die aktuelle kalte Witterung wohl bis weit in den März anhalten müsste und zudem die Versorger mit höheren Importen von Flüssiggas gegensteuern können. Allerdings dürften die Speicher auch in den kommenden Jahren weniger gefüllt werden als in früheren Jahren, was das Risiko von Engpässen im Winter erhöht und die Preise wohl stärker schwanken lassen wird..
06.02.26 - 11:45
Early Bird stoppt Sinkflug (Commerzbank)
 
Unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, der Early Bird, ist im Januar von 14 auf 20 Punkte gestiegen und hat damit seine Abwärtsbewegung vorerst beendet. Ausschlaggebend war eine deutliche Verbesserung des weltwirtschaftlichen Umfeldes, wodurch ein weiter nachlassender Rückenwind von der Geldpolitik und ein stärkerer Euro mehr als ausgeglichen wurden. Damit sind die vom Eraly Bird erfassten konjunkturellen Rahmenbedingungen zwar nicht mehr so gut wie über weite Strecken des vergangenen Jahres, aber weiter überdurchschnittlich. Zusammen mit der vom Early Bird nicht berücksichtigten sehr expansiven Finanzpolitik dürfte dies die Konjunktur anschieben. Allerdings wird die Belebung wegen der vielen strukturellen Probleme eher verhalten sein..
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Zitat des Tages: Also denk bei allem, was dich in Kummer versetzt, daran, folgenden Leitsatz anzuwenden: Nicht nur ist das kein Unglück, sondern es tapfer zu tragen ist ein Glück. - Mark Aurel
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