|
|
|
30.01.26 - 09:00
|
Japan – was der Renditeanstieg bedeutet (Commerzbank)
|
|
|
Gleichzeitig zeigt Japan, dass die leichte Deflation nur ein Symptom der Wirtschaftsschwäche war und nicht – wie von manchen Ökonomen behauptet – die Ursache. So expandierte die japanische Wirtschaft von 2012 bis 2019, einem Zeitraum mit kaum steigenden Preisen, im Durchschnitt um 0,9% pro Jahr. In den letzten drei Jahren legte die Wirtschaft bei wieder kräftig steigenden Preisen aber nur 0,6% pro Jahr zu. Eine Deflationsfalle ist für die reale Wirtschaft also längst nicht so problematisch, wie dies von manchen Ökonomen dargestellt wird. --- Bei den am 8.2. anstehenden Neuwahlen könnten Takaichis Liberaldemokraten zulegen, sodass die Ministerpräsidentin ihre Vorstellungen besser durchsetzen könnte. Viele am Markt erwarten dann eine spürbar expansivere Finanzpolitik. Tatsächlich könnte ein sehr starkes Abschneiden der Liberaldemokraten den Yen belasten. Wir halten es aber für wahrscheinlicher, dass geringere politische Risiken und der zuletzt gestiegene Realzins den Yen in diesem Jahr aufwerten lassen werden..
|
|
|
23.01.26 - 09:30
|
Handelsabkommen – Wie geht es nach Mercosur weiter? (Commerzbank)
|
|
|
Mit dem Mercosur-Freihandelsabkommen will die EU den europäischen Unternehmen einen besseren Zugang zum südamerikanischen Markt verschaffen, um die Belastung durch die höheren US-Zölle auszugleichen. Zwar ist das Abkommen nach einer Entscheidung des Europäischen Parlaments wieder in der Warteschleife. Es könnte aber in Zukunft vorläufig angewendet werden.. --- Zweifellos ist jedes neue Handelsabkommen ein positiver Impuls für die deutsche Exportwirtschaft. In die Länder, mit denen die EU über Freihandelsabkommen verhandelt oder diese derzeit verabschiedet werden, gehen allerdings derzeit nur etwa 5% der deutschen Exporte. Selbst wenn all diese Freihandelsabkommen gleichzeitig in Kraft treten würden, würden die Exporte kurzfristig nur geringfügig steigen. Die langsame Reduktion von Zöllen ist darin nicht einmal einbezogen. Damit dürften die neuen Freihandelsabkommen die negativen Effekte der US-Zölle in den kommenden Jahren realistischerweise wohl kaum ausgleichen..
|
|
|
|
|
|
16.01.26 - 09:45
|
Warum wir unsere US-Prognose anheben (Commerzbank)
|
|
|
Die US-Wirtschaft läuft deutlich besser als gedacht. Wir erläutern die Gründe und erhöhen unsere Wachstumsprognose.. --- 1. Weil Zölle weniger stark durchschlagen. Die US-Wirtschaft ist zuletzt nominal mit über 5% pro Jahr gewachsen.. --- 2. Zweitens hatte Donald Trump mit dem Timing seiner Zollerhöhungen Glück. Denn diese fielen in einen Zeitraum, wo Investitionen im Zusammenhang mit KI massiv erhöht wurden. --- 3. Ein dritter Grund für die anhaltend gute US-Konjunktur sind die deutlich verbesserten Finanzierungsbedingungen. --- Aufgrund der besseren Ausgangslage und den wohl noch längere Zeit wirkenden günstigen Finanzierungsbedingungen heben wir unsere Prognose für das Wachstum in diesem Jahr deutlich von 2,2% auf 2,7% an. --- Angesichts des kräftigen Wachstums war der Inflationsdruck zuletzt überraschend schwach. --- Die Arbeitsproduktivität nahm im dritten Quartal um 4,9% zu.. --- Wir halten daher an unserer Prognose fest, dass die Fed ihre Leitzinsen im Jahresverlauf auf 2,5% senken wird.
|
|
|
|
|
09.01.26 - 09:45
|
Was 2026 wichtig wird (Commerzbank)
|
|
|
Viele Anleger sind von KI fasziniert und haben die Aktienkurse vor allem der Hauptakteure in die Höhe getrieben. Inzwischen fragen immer mehr Anleger, ob es sich hierbei um eine Blase handelt und wann diese platzt. Tatsächlich gibt es ernst zu nehmende Warnsignale. Dies gilt vor allem für die zunehmenden Abhängigkeiten und Verflechtungen der Unternehmen untereinander. Die Befürchtung ist, dass die Unternehmen durch gegenseitige Lieferverträge ihre Umsätze aufblähen. Wechselseitige Beteiligungen erhöhen das systemische Risiko, weil die Zukunft vieler Unternehmen dadurch aneinander gekoppelt wird.. --- Die hohen Bewertungen der KI-Aktien sehen wir dagegen weniger kritisch --- Alles in allem dürfte die Unabhängigkeit der FED deutlich sinken. Die Fed wird die Geldpolitik wohl stärker lockern, als es die ökonomischen Daten rechtfertigen. Wir rechnen damit, dass sie den Leitzins bis zum Jahresende auf nur 2,5% senken wird.. --- Fällt der Aufschwung in Deutschland aus? --- Droht eine Staatsschuldenkrise in der EU?..
|
|
|
|
|
|
19.12.25 - 12:00
|
2026 startet mit einigen Datenkrachern (Commerzbank)
|
|
|
Steigt die Arbeitslosigkeit in den USA weiter, fällt die Inflation im Euroraum auf 2% und läuft es für die deutsche Industrie wieder besser? Diese verkürzte Ausgabe der Woche im Fokus gibt einen Überblick über die wichtigen Wirtschaftsdaten, die über den Jahreswechsel anstehen..
|
|
|
12.12.25 - 09:00
|
Ein Import-Tsunami aus China? (Commerzbank)
|
|
|
Überschwemmt China in Reaktion auf die US-Zölle Deutschland mit günstigen Waren? Tatsächlich sind die Importe Deutschlands aus China in den vergangenen beiden Jahren gestiegen und die Importpreise gefallen. Das setzt vor allem den deutschen Maschinenbau und die Chemieindustrie unter Druck. Allerdings ist der Rückgang der Importpreise wohl nicht auf die indirekten Effekte der US-Zölle zurückzuführen, sondern hat andere Gründe. Die eigentliche Umlenkung der Warenströme und der damit verbundene Konkurrenzkampf dürfte Europa somit erst noch bevorstehen..
|
|
|
|
|
|
|
28.11.25 - 09:30
|
Gewerbeimmobilien auf Erholungskurs (Commerzbank)
|
|
|
Der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt hat die Talsohle hinter sich gelassen. Wir erklären, warum die Preise weiter moderat zulegen könnten und weshalb es beträchtliche Unterschiede zwischen den einzelnen Segmenten geben dürfte...
|
|
|
21.11.25 - 09:30
|
Die Folgen der verschärften CO2-Bepreisung (Commerzbank)
|
|
|
Auf deutsche Unternehmen kommen in der Zukunft neue Belastungen aufgrund der CO2-Bepreisung zu. Diese ergeben sich vor allem aus der Verknappung der Zertifikate im ETS 1 und der Reduktion der kostenlos verteilten Zertifikate. Ab dem kommenden Jahr flankiert der Grenzausgleich die CO2-Bepreisung in diesen Branchen. Das dürfte die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exporte auf dem Weltmarkt weiter reduzieren und auch in Deutschland gefertigte Endprodukte gegenüber importierten Endprodukten verteuern. Im Verhältnis dazu dürfte das ETS 2 im Verkehr und
Gebäudesektor eine kleinere Rolle spielen..
|
|
|
|
|
|
14.11.25 - 10:30
|
Wie endet das große Schuldenmachen? (Commerzbank)
|
|
|
Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den meisten anderen Euro-Ländern werden die Staatsschulden in den kommenden Jahren rasant steigen. Die EU dürften den Finanzministern durch mehr gemeinsame Schuldenaufnahme helfen. Die EZB unterstützt mit einer im Zweifel zu lockeren Geldpolitik und im Falle einer Staatsschuldenkrise mit breit angelegten Anleihenkäufen. All das hilft den Finanzministern beim Durchwursteln, gefährdet aber auf Dauer die Stabilität der Währungsunion.. --- Letztlich schwächen die Hilfsmaßnahmen von EU und EZB das Wirtschaftswachstum und erhöhen die Inflation. Sie machen den Euroraum unattraktiver und stärken die politischen Kräfte, die ihr Heil außerhalb der Währungsunion suchen. Ein wirtschaftlich schwacher Euroraum ist auf die Dauer nicht stabil..
|
|
|
|
|
|
07.11.25 - 11:00
|
Ausblick 2026 – Finanzminister und Zentralbanker schieben an (Commerzbank)
|
|
|
Alles in allem erwarten wir für Deutschland 2026 ein Wirtschaftswachstum von 1,2% nach geschätzten 0,1% für 2025. Eine Rolle spielt dabei übrigens auch ein ausgeprägter Arbeitstageeffekt: Während die Zahl der Arbeitstage in diesem Jahr wegen der Lage der Feiertage niedriger als im Vorjahr ist, ist sie 2026 wieder deutlich höher. Das erhöht die Wachstumsrate 2026 gegenüber 2025 für sich genommen immerhin um fast 0,4 Prozentpunkte. --- Ansonsten ist zu beachten, dass das Fiskalpaket der Bundesregierung nicht einhergeht mit einem Neustart in der Wirtschaftspolitik, der von vielen Unternehmen herbeigesehnt wird. Insofern trägt das höhere Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr Züge eines Strohfeuers.. --- USA: Um die Wirtschaft anzuschieben, bringt Trump die Fed unter seine Kontrolle. Trump senkt die Zuwanderung, die anders als in Deutschland für Wirtschaftswachstum sorgt, weil Zuwanderer darauf angewiesen sind, rasch eine Arbeit aufzunehmen.. --- China: Strukturelle Probleme wiegen schwerer..
|
|
|
|
|
|
07.11.25 - 11:00
|
Deutschland – Early Bird im Sinkflug (Commerzbank)
|
|
|
Unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft ist im Oktober von 32 auf 29 Punkte gefallen und hat damit seine leichte Abwärtstendenz fortgesetzt. Denn der Rückenwind von der Geldpolitik lässt allmählich nach, und das weltwirtschaftliche Umfeld hat sich leicht eingetrübt. Allerdings befindet sich der Early Bird weiterhin klar im positiven Bereich und signalisiert damit weiterhin eine Belebung der Konjunktur. Dies gilt umso mehr, als die Finanzpolitik vom Early Bird nicht erfasst wird, die der Konjunktur im kommenden Jahr einen spürbaren Schub geben dürfte..
|
|
|
31.10.25 - 17:15
|
Wo Deutschland von China abhängt (Commerzbank)
|
|
|
Die deutsche Industrie ist weiterhin stark von Vorprodukten aus China abhängig... --- Sollte es zu einem Handelskrieg zwischen der EU und China kommen, wäre die deutsche Wirtschaft hart getroffen. Ein kompletter Ausfall wichtiger Vorprodukte aus China dürfte zu einer schärferen Lieferkettenkrise führen als nach dem Ausbruch von Corona. Noch härter wären die Auswirkungen beim privaten Konsum und bei Investitionen – auch weil die Preise deutlich steigen würden..
|
|
|
|
|
|
24.10.25 - 17:15
|
Verpufft das Fiskalpaket? (Commerzbank)
|
|
|
Ausbleibende Reformen und schwache Konjunkturdaten haben zuletzt Zweifel daran geweckt, dass das Finanzpaket der Bundesregierung die Konjunktur im kommenden Jahr deutlich anschieben wird. Aber auf Basis der geplanten Maßnahmen erwarten wir für 2026 weiter einen beträchtlichen Fiskalimpuls von fast 1% des Bruttoinlandsprodukts. Abwärtsrisiken für die 2026er-Wachstumsprognose von 1,4% gehen nur darauf zurück, dass die zuletzt schwachen Konjunkturdaten die Ausgangsbasis für die Prognose senken könnten..
|
|
|
|
|
|
|
22.10.25 - 15:00
|
Update Euro-Inflation – Die Kernrate rührt sich nicht (Commerzbank)
|
|
|
Unser Quant-Modell auf der Grundlage von maschinellem Lernen prognostiziert für die kommenden Monate eine höhere Kerninflation im Euroraum als es dies im August getan hat. Die Inflation ohne Energie, Lebens- und Genussmittel wird also langsamer sinken als zuvor angenommen. Auch unserer Analyse der Inflationsdetails zeigt derzeit keine Bewegung des unterliegegenden Inflationsdrucks. Erst in den kommenden Monaten dürfte die Dynamik der Dienstleistungsinflation aufgrund von lansgamer steigenden Löhnen und niedrigeren Energiepreisen abnehmen...
|
|
|
17.10.25 - 14:00
|
Seltene Erden – China macht Ernst (Commerzbank)
|
|
|
Das chinesische Handelsministerium hat betont, dass es auch dieses Mal kein Exportverbot für Seltene Erden verhängt, sondern nur das Lizenzverfahren erweitert. Allerdings ist diese Aussage mit Vorsicht zu genießen. Denn laut der Europäischen Handelskammer in China wurden bis zum 9. September – also fünf Monate nach Einführung des ersten Lizenzverfahrens – erst 19 von 141 Anträgen genehmigt. Demnach führte dies im August bereits zu sieben Fällen, in denen Unternehmen ihre Produktion einstellen mussten, wobei für den September mit weiteren 46 Ausfällen gerechnet wurde. Laut dem Kommissar für Handel und wirtschaftliche Sicherheit Maros Sefcovic sind bis heute rund die Hälfte der Anträge nicht bewilligt, weswegen es auch zuletzt immer wieder Berichte über Produktionsausfälle in Deutschland gab.. --- Das chinesische Handelsministerium hat ausdrücklich betont, dass jeglicher Antrag strikt abgelehnt wird, bei dem die Seltenen Erden in der Verteidigungsindustrie eingesetzt werden könnten..
|
|
|
|
|