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Commerzbank Nachrichten

Die Commerzbank ist nach der Deutschen Bank die größte Privatbank in Deutschland. Das Researchteam um den Chefvolkswirt Jörg Krämer veröffentlicht regelmäßig Studien zum Finanzmarkt und zu volkswirtschaftlichen Daten.
 
30.04.26 - 10:00
Nahost-Krieg – die langfristigen Folgen (Commerzbank)
 
Alles in allem dürfte der Iran-Krieg beträchtliche langfristige Auswirkungen haben. Er ist Game Changer, was etwa die künftige Rolle der Golfstaaten anbelangt, die sich nach den Angriffen Irans schwer tun dürften, wie bisher Kapital und qualifizierte Arbeitskräfte anzuziehen. Darüber hinaus dürfte der Iran-Krieg bestehende Trends verstärken. Das gilt etwa für das Streben nach Energiesicherheit und stabileren Lieferketten. Die damit einhergehenden Kosten sprechen ebenso für eine strukturell höhere Inflation wie die gestiegene Wahrscheinlichkeit neuer Angebotsschocks und höhere Verteidigungsausgaben, zumal die US-Notenbank und auch die EZB wegen politischen Drucks und hoher Staatsschulden faktisch weniger unabhängig sind, gegen Inflationsrisiken entschieden genug vorzugehen..
 
24.04.26 - 13:45
Zinserhöhung – Worauf die EZB schaut (Commerzbank)
 
Die EZB wird die Zinsen in der kommenden Woche aller Voraussicht nach unverändert lassen. Eine Zinserhöhung ist aber nicht grundsätzlich vom Tisch, insbesondere wenn Zweitrundeneffekte die Inflation über längere Zeit anschieben.. --- Vor dem Hintergrund der genannten Inflationsrisiken erwarten wir für Juni eine Zinserhöhung der EZB, sofern die Straße von Hormus bis dahin nicht vollständig und nachhaltig geöffnet ist. Wir gehen aber nicht so weit wie die Finanzmärkte, die bis zum Jahresende nicht nur einen, sondern rund zweieinhalb Zinserhöhungen erwarten. Denn andere von Präsidentin Lagarde genannte Indikatoren signalisieren gewisse Abwärtsrisiken für die Inflation. So deuten konjunkturelle Frühindikatoren wie der Einkaufsmangerindex für die kommenden Monate auf ein deutlich nachlassendes Wirtschaftswachstum, was mittelfristig die Inflation dämpfen könnte..
17.04.26 - 09:45
Ölpreisschock – schlimmer als in den 70ern? (Commerzbank)
 
Trotz eines stärkeren Rückgangs der Ölförderung dürften die Industrieländer unter der aktuellen Energiekrise weniger leiden als während der beiden Ölkrisen der 1970er Jahre. Dies liegt daran, dass die Preise weniger stark gestiegen sind als damals und die Wirtschaft heute deutlich weniger „ölintensiv“ ist als vor 50 Jahren. Selbst wenn man die steigenden Erdgaspreise mit einbezieht, die damals kaum eine Rolle spielten, ändert dies nichts an dieser Schlussfolgerung. Allerdings stellen Probleme in der Lieferkette ein erhebliches Risiko dar. Daher ist es für eine Entwarnung noch zu früh..
10.04.26 - 09:45
Deutschland – Early Bird gewinnt an Flughöhe (Commerzbank)
 
10.04.2026 - Unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, der Early Bird, ist im März von 17 auf 23 Punkte gestiegen, ......
10.04.26 - 09:15
Straße von Hormus bleibt Risiko für Lieferketten (Commerzbank)
 
Trotz des Waffenstillstands im Mittleren Osten bleibt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt. Zwar bezieht Deutschland nur vergleichsweise wenig Erdöl und Erdgas von den Anrainerstaaten des Persischen Golfs, dafür aber wichtige Chemikalien und Edelgase. Zudem könnten einige asiatische Länder aufgrund von Öl- und Erdgasmangel weniger Waren wie Elektronik nach Europa exportieren. Aktuell gibt es noch keine Anzeichen für eine Lieferkettenkrise wie während der Pandemie.. --- Die Versorgung der deutschen und der europäischen Industrie mit Vorprodukten könnte also direkt und indirekt durch eine anhaltende Einschränkung des Verkehrs durch die Straße von Hormus beeinträchtigt werden. Zumindest für die kommenden Wochen ist eine ähnliche Verschärfung der Situation wie im Jahr 2021 aber aus verschiedenen Gründen unwahrscheinlich.. --- Natürlich kann es dennoch in den kommenden Wochen zu einzelnen Lieferausfällen kommen, und auch ohne Lieferausfälle könnten Preise schnell steigen..
 
02.04.26 - 10:00
Ölpreisanstieg treibt US-Inflation (Commerzbank)
 
Wie stark treiben der Nahost-Krieg und das teurere Öl die US-Verbraucherpreise nach oben? Nächste Woche werden die März-Zahlen einen ersten Eindruck liefern. Die deutsche Industrie dürfte im Februar sowohl mehr Aufträge erhalten haben als auch ihre Produktion gesteigert haben. Allerdings war dies vor dem Ausbruch des Kriegs..
27.03.26 - 09:45
Nahost-Krieg – Wie knapp wird Öl? (Commerzbank)
 
Wegen der Schließung der Straße von Hormus haben wir bei Rohöl eine massive Versorgungslücke. Durch eine stärkere Nutzung von Pipelines, die Freigabe von sanktioniertem Öl, eine höhere Produktion außerhalb der Region und Ausnahmeregelungen für ausgewählte Länder könnte diese deutlich verringert werden, und die verbleibende Nachfrage dürfte zunächst aus den gut gefüllten Lagern bedient werden. Längerfristig müsste aber der weltweite Verbrauch zurückgehen, wofür entweder die Preise noch einmal massiv steigen müssten oder staatliche Rationierungsmaßnahmen notwendig wären.. --- Wenn die Lagerbestände sichtbar fallen und gleichzeit nicht absehbar ist, wie die verbleibende Angebotslücke langfristig kompensiert werden kann, dürfte dennoch zunehmend Nervosität aufkommen..
 
20.03.26 - 09:30
Ein Inflationsschock wie 2022? (Commerzbank)
 
Der Iran-Krieg hat die Energiepreise kräftig steigen lassen, weshalb viele einen neuerlichen Inflationsschub wie in den Jahren 2021 und 2022 befürchten, als die Inflationsrate im Euroraum zwischenzeitlich über 10% lag. Tatsächlich gibt es einige Parallelen zwischen damals und heute, aber aus unserer Sicht überwiegen die Unterschiede. Die Inflationsrate dürfte bei weitem nicht so hoch klettern wie damals..
13.03.26 - 10:30
Erhöht die EZB die Zinsen? (Commerzbank)
 
Die EZB wird in der kommenden Woche ihre Leitzinsen unverändert lassen. Zwar preisen die Terminmärkte im weiteren Jahresverlauf mehr als eine Zinserhöhung ein. Aber im Hauptszenario eines eher kürzeren Kriegs legen unsere Inflationsprognosen und Einschätzungen der EZB-Reaktionsfunktion keine Zinserhöhung nahe..
09.03.26 - 09:15
Early Bird stabil (Commerzbank)
 
06.03.2026 - Der Early Bird, unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, ist im Februar geringfügig von 21 auf 20 Punkte gefallen, womit er sich in den letzten drei Monaten per Saldo kaum verändert hat. Allerdings ist er deutlich niedriger als über weite Strecken des vergangenen Jahres, sodass die von ihm erfassten Faktoren nicht für eine weitere Belebung der deutschen Wirtschaft sprechen. Hierfür dürften aber die deutlich höheren Staatsausgaben sorgen..
06.03.26 - 09:15
Risiko Energiepreisschock (Commerzbank)
 
Angesichts des von der US-Regierung und der israelischen Regierung immer wieder genannten Ziels eines "Regime-Wechsels" besteht allerdings das Risiko, dass sich die Angriffe der USA und Israels über einige Monaten hinziehen und damit auch den Transport von Öl und Gas länger behindern werden. Im Extrem könnten damit sowohl bei Öl als auch bei Flüssiggas ein Fünftel der weltweiten Produktion nicht mehr auf den Weltmarkt kommen.. --- Auch bei einem längeren Konflikt dürfte es zwar wohl keinen Mangel an Öl und Gas geben, aber das geringere Angebot würde den Ölpreis sicherlich steigen lassen.. --- Euroraum: Inflation bei 3%, Konjunktur noch schwächer. Damit käme die EZB in eine unbequeme Lage. Schließlich würde die schwächere Konjunktur eher für niedrigere Zinsen sprechen, während eine Inflationsrate von mehr als 3% ein Argument für höhere Zinsen wäre.. --- Fed-Zinssenkungen im zweiten Halbjahr fraglich.. --- Ein längerer Krieg würde das eigentlich für Aktien recht freundliche Umfeld deutlich ungünstiger machen..
 
27.02.26 - 10:30
Bringt KI die New Economy zurück? (Commerzbank)
 
Die Meinungen gehen weit auseinander, wie stark KI die Produktivität letztlich wirklich verbessern wird und damit auch Potenzial für eine niedrigere Inflation besteht. So analysierte Nobelpreisträger Daron Acemoglu 2024, welche Tätigkeiten durch KI produktiver ausgeführt werden können. Weil bei vielen Jobs etwa in der Pflege und im Handwerk KI nur begrenzt helfen kann, kam er für die Gesamtwirtschaft auf Sicht von zehn Jahren auf einen Produktivitätsschub von weniger als 0,1% pro Jahr.. --- Eine wichtige Voraussetzung für die New Economy war in den 1990er Jahren sicherlich das damalige günstige Umfeld. Dieses sieht jetzt weniger einladend aus: Demografie, De-Globalisierung oder die überhöhten Staatsschulden sprechen im Gegensatz zu den 1990er Jahren jetzt nicht mehr für eine disinflationäre Entwicklung. Gleichzeitig ist die produktivitäts- und damit wachstumstreibende Wirkung von KI bisher eher eine Prognose als eine Tatsachenbeschreibung..
20.02.26 - 11:15
Deutsche Finanzpolitik kommt ins Rollen (Commerzbank)
 
Die Hoffnungen auf ein etwas stärkeres Wachstum der deutschen Wirtschaft beruhen in erster Linie auf der deutlich expansiveren Finanzpolitik. Tatsächlich gibt es erste Anzeichen, dass die stärkere Nachfrage des Staates in der Wirtschaft ankommt. Bisher konzentriert sich dies auf wenige Sektoren insbesondere in der Industrie, aber auch andere Sektoren werden auf Dauer hiervon profitieren. Trotzdem dürfte sich die Wirtschaft in diesem Jahr nur moderat beleben..
 
13.02.26 - 10:45
Deutschland – Wird das Gas knapp? (Commerzbank)
 
Die Gasspeicher in Deutschland sind Anfang Februar so leer wie lange nicht. Ein Engpass ist zwar unwahrscheinlich, weil hierfür die aktuelle kalte Witterung wohl bis weit in den März anhalten müsste und zudem die Versorger mit höheren Importen von Flüssiggas gegensteuern können. Allerdings dürften die Speicher auch in den kommenden Jahren weniger gefüllt werden als in früheren Jahren, was das Risiko von Engpässen im Winter erhöht und die Preise wohl stärker schwanken lassen wird..
06.02.26 - 11:45
Early Bird stoppt Sinkflug (Commerzbank)
 
Unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, der Early Bird, ist im Januar von 14 auf 20 Punkte gestiegen und hat damit seine Abwärtsbewegung vorerst beendet. Ausschlaggebend war eine deutliche Verbesserung des weltwirtschaftlichen Umfeldes, wodurch ein weiter nachlassender Rückenwind von der Geldpolitik und ein stärkerer Euro mehr als ausgeglichen wurden. Damit sind die vom Eraly Bird erfassten konjunkturellen Rahmenbedingungen zwar nicht mehr so gut wie über weite Strecken des vergangenen Jahres, aber weiter überdurchschnittlich. Zusammen mit der vom Early Bird nicht berücksichtigten sehr expansiven Finanzpolitik dürfte dies die Konjunktur anschieben. Allerdings wird die Belebung wegen der vielen strukturellen Probleme eher verhalten sein..
06.02.26 - 09:00
Wie es mit dem Goldpreis weitergeht (Commerzbank)
 
Die Preise für Gold und Silber haben sich von dem zwischenzeitlichen Einbruch teilweise erholt.. --- Aber selbst bei einer deutlichen Abnahme der Unsicherheit würde der Goldpreis wohl kaum ins Bodenlose fallen. Wie wir in den letzten Monaten immer wieder gesehen haben, haben Investoren größere Preisrückschläge als Kaufgelegenheiten genutzt, wodurch sich die Preise meist schnell wieder erholten. Dies war auch in den letzten Tagen zu beobachten. Zudem ist für viele Zentralbanken Gold mittlerweile eine wichtige Reserveanlage geworden. Diejenigen, die ohnehin Goldkäufe geplant hatten, könnten ein niedrigeres Preisniveau für Zukäufe ausnutzen.. --- Mittelfristig gehen wir davon aus, dass sich Gold und Silber stabilisieren und sich von ihrem jüngsten Rückgang noch etwas erholen. Hierfür spricht neben der anhaltenden politischen Unsicherheit vor allem unsere Erwartung, dass die US-Notenbank ihre Leitzinsen wegen politischen Drucks stärker senken dürfte, als aktuell am Markt eingepreist..
 
23.01.26 - 09:30
Handelsabkommen – Wie geht es nach Mercosur weiter? (Commerzbank)
 
Mit dem Mercosur-Freihandelsabkommen will die EU den europäischen Unternehmen einen besseren Zugang zum südamerikanischen Markt verschaffen, um die Belastung durch die höheren US-Zölle auszugleichen. Zwar ist das Abkommen nach einer Entscheidung des Europäischen Parlaments wieder in der Warteschleife. Es könnte aber in Zukunft vorläufig angewendet werden.. --- Zweifellos ist jedes neue Handelsabkommen ein positiver Impuls für die deutsche Exportwirtschaft. In die Länder, mit denen die EU über Freihandelsabkommen verhandelt oder diese derzeit verabschiedet werden, gehen allerdings derzeit nur etwa 5% der deutschen Exporte. Selbst wenn all diese Freihandelsabkommen gleichzeitig in Kraft treten würden, würden die Exporte kurzfristig nur geringfügig steigen. Die langsame Reduktion von Zöllen ist darin nicht einmal einbezogen. Damit dürften die neuen Freihandelsabkommen die negativen Effekte der US-Zölle in den kommenden Jahren realistischerweise wohl kaum ausgleichen..
 
16.01.26 - 09:45
Warum wir unsere US-Prognose anheben (Commerzbank)
 
Die US-Wirtschaft läuft deutlich besser als gedacht. Wir erläutern die Gründe und erhöhen unsere Wachstumsprognose.. --- 1. Weil Zölle weniger stark durchschlagen. Die US-Wirtschaft ist zuletzt nominal mit über 5% pro Jahr gewachsen.. --- 2. Zweitens hatte Donald Trump mit dem Timing seiner Zollerhöhungen Glück. Denn diese fielen in einen Zeitraum, wo Investitionen im Zusammenhang mit KI massiv erhöht wurden. --- 3. Ein dritter Grund für die anhaltend gute US-Konjunktur sind die deutlich verbesserten Finanzierungsbedingungen. --- Aufgrund der besseren Ausgangslage und den wohl noch längere Zeit wirkenden günstigen Finanzierungsbedingungen heben wir unsere Prognose für das Wachstum in diesem Jahr deutlich von 2,2% auf 2,7% an. --- Angesichts des kräftigen Wachstums war der Inflationsdruck zuletzt überraschend schwach. --- Die Arbeitsproduktivität nahm im dritten Quartal um 4,9% zu.. --- Wir halten daher an unserer Prognose fest, dass die Fed ihre Leitzinsen im Jahresverlauf auf 2,5% senken wird.
09.01.26 - 09:45
Deutschland – Early Bird deutlich gesunken (Commerzbank)
 
09.01.2026 - Unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft ist im Dezember spürbar auf 11 Punkte gefallen – nach 20 Punkten im November....
09.01.26 - 09:45
Was 2026 wichtig wird (Commerzbank)
 
Viele Anleger sind von KI fasziniert und haben die Aktienkurse vor allem der Hauptakteure in die Höhe getrieben. Inzwischen fragen immer mehr Anleger, ob es sich hierbei um eine Blase handelt und wann diese platzt. Tatsächlich gibt es ernst zu nehmende Warnsignale. Dies gilt vor allem für die zunehmenden Abhängigkeiten und Verflechtungen der Unternehmen untereinander. Die Befürchtung ist, dass die Unternehmen durch gegenseitige Lieferverträge ihre Umsätze aufblähen. Wechselseitige Beteiligungen erhöhen das systemische Risiko, weil die Zukunft vieler Unternehmen dadurch aneinander gekoppelt wird.. --- Die hohen Bewertungen der KI-Aktien sehen wir dagegen weniger kritisch --- Alles in allem dürfte die Unabhängigkeit der FED deutlich sinken. Die Fed wird die Geldpolitik wohl stärker lockern, als es die ökonomischen Daten rechtfertigen. Wir rechnen damit, dass sie den Leitzins bis zum Jahresende auf nur 2,5% senken wird.. --- Fällt der Aufschwung in Deutschland aus? --- Droht eine Staatsschuldenkrise in der EU?..
 
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