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BRN Nachrichten

Die Börsen Radio Network AG (BRN) produziert Radiobeiträge, Interviews und Podcasts zu Börsenthemen für Radiostationen und Internetportale. Auf der Internetseite vom BRN stehen die Beiträge ebenfalls zur Verfügung.
 
09.10.26 - 18:42
Börsenradio Schlussbericht, Freitag, 09.10.26: DAX über 25.000, Starlink hat Mobilfunklizenz, Telekom fällt, Airbus-Großauftrag (BRN)
 
Der DAX holt zum Wochenschluss kräftig auf und schließt 1,1 % höher bei 25.087 Punkten. Entspannungssignale von Donald Trump im Iran-Konflikt helfen zunächst, doch die Erholung bei Öl und Anleihen hält nicht lange. Der Euro Stoxx 50 steigt um 0,9 % auf 6.182 Punkte. Starlink will mit gekauften US-Mobilfunkfrequenzen den etablierten Anbietern Konkurrenz machen: T-Mobile US, Verizon und AT&T stehen deutlich unter Druck. Airbus erhält von Avolon einen Festauftrag über 110 Flugzeuge. Persistent Systems kontrolliert nun 94,04 % von Nagarro und erwägt einen Squeeze-out. Laut Reuters könnte BASF sein Angebot für Evonik erhöhen. Salzgitter gewinnt 13,5 %; Börsianer verweisen auf eine UBS-Hochstufung. Porsche liefert in den ersten neun Monaten 16 % weniger Fahrzeuge aus, in China rund ein Drittel weniger. Brent steigt wieder auf 108 Dollar, Gold auf 4.190 Dollar. John C. Bogle: "Zeit ist Ihr Freund. Impulsivität ist Ihr Feind."...
09.10.26 - 12:36
Pädagogisch WERTvoll. Tanja Kulisch-Ziemens: "In unserem Spiel lernen die Kinder, dass ihr Geld nicht unendlich ist" (BRN)
 
Spielerische Finanzbildung mit The Great Moneyverse. Gründerin Tanja Kulisch-Ziemens im Rahmen des Finfluencer Circle Awards in Frankfurt: "In unserem 3D-Abenteuerspiel erleben schon Schüler und Schülerinnen der ersten Klasse die Finanzwelt und das Thema Geld und Finanzen. Die Kinder lernen, dass ihr Geld nicht unendlich ist. Gepaart mit sozialen Interaktionen und ab Ende 2026 als App bei Google und Apple verfügbar." Wie gehe ich am besten mit meinem Taschengeld um? Wie kann ich mein Geld gewinnbringend einsetzen? Und wie funktioniert eigentlich das Finanzsystem? Früh übt sich, wer später nicht pleite sein möchte. Weitere Versionen des Spiels werden sich auch fortgeschrittenen "Finanzjüngern" widmen....
09.10.26 - 12:00
KI schreibt die Mail, verkauft wird am Tisch: Philip Semmelroth über Vertrieb 2026 (BRN)
 
Der Chef als bester Verkäufer, oberster Aufpasser und Problemlöser? Für Philip Semmelroth ist das im Mittelstand kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Klumpenrisiko. Unternehmen werden wertvoller, wenn Vertrieb, Führung und Prozesse auch ohne den Inhaber funktionieren und wiederkehrende Einnahmen planbar sind. Gerade in der Krise rächt sich, dass viele Firmen Vertrieb und Bestandskunden jahrelang vernachlässigt haben. KI sieht Semmelroth vor allem als Werkzeug, um Verwaltung zu reduzieren und Verkäufern mehr Zeit für echte Kundengespräche zu geben. Denn Vertrauen, Menschenkenntnis und die Fähigkeit, "on point" zu überzeugen, kann KI nicht ersetzen. Seine provokante These: Ein mittelmäßiges Produkt mit starkem Vertrieb schlägt oft das perfekte Produkt, das niemand verkauft. Wachstum scheitert für ihn selten an Ideen, sondern an Umsetzung, Führung und fehlendem Loslassen. Und beim Investieren? Erst in die eigene Firma, dann diversifizieren....
09.10.26 - 08:54
Folge 3: "Meine Follower sind mir egal": Warum Richard Dobetsberger sie gerade deshalb ernst nimmt (BRN)
 
Skin in the Game: Wenn Mio. einer Strategie folgen und Verantwortung persönlich wird. "Meine Follower sind mir egal": Der Satz von 2014 klingt härter, als Richard Dobetsberger ihn heute meint. Gerade weil er Anlegern nicht gefallen will, hält er an seiner Methode fest. Social Trading zwingt ihn zur Transparenz: Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein, Regeln eingehalten und Verluste ausgehalten werden können. Ein wesentlicher Teil seiner Glaubwürdigkeit ist "Skin in the Game": Ein hoher zweistelliger Prozentsatz seines Gesamtvermögens steckt nach eigener Aussage in den eigenen Strategien und Produkten. Verantwortung verändert für ihn daher nicht den Handelsstil, wohl aber die Disziplin. Kritik ist willkommen, solange sie sachlich bleibt; Renditeversprechen lehnt er strikt ab: "Fix ist nix." Auch Selbstständigkeit bedeutet für ihn nicht grenzenlose Freiheit. Die Börse ist sein Vorgesetzter, Verwaltung die eigentliche Arbeit, die Analyse dagegen seine Berufung. Und wenn es schiefgeht? Aufsteh...
09.10.26 - 06:24
Im Wohnzimmer der früheren Macht: Arbeiten in der Villa Sander (BRN)
 
Vom Gästehaus der Deutschen Bank zum Premium-Workspace: Die Villa Sander verbindet Frankfurter Geschichte mit flexiblem Arbeiten. Markus Neuffer, Direktor der Standorte von Satellite Office Villa Sander und Opernplatz 14, setzt auf Ruhe, hochwertige Ausstattung und persönlichen Service statt Großraumbüro. Die Kunden reichen von Anwälten und Notaren bis zu Start-ups, internationalen Unternehmen und Immobilienfonds. Spannend ist die Flexibilität: Büros lassen sich für wenige Monate mieten, Meetingräume sogar stunden- oder tageweise. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten sieht Neuffer darin einen Vorteil gegenüber langfristigen Mietverträgen. Die denkmalgeschützte Villa bietet auf rund 2.000 Quadratmetern Büros, Konferenzräume und Rückzugsorte - in einem Gebäude, das einst als Bank- und Gästehaus der Deutschen Bank diente. Satellite Office ist inzwischen in Deutschland, der Schweiz und Italien vertreten....
09.10.26 - 06:24
börse@home #323 mit Tobias Wittkamp: "Wir sehen gerade eine Verschiebung zu ganz breit gestreuten ETFs und Indizes" (BRN)
 
"Breit gestreut statt Einzelwetten. Zeit mitbringen und auf die Kosten achten." In dieser Folge des börse@home-Podcasts geht es um Welt-ETFs und darüber, wie sie entstehen und einen Index möglichst genau abbilden. Indexanbieter und ETF-Emittenten spielen in diesem Kosmos eine wichtige Rolle. "Wir sehen gerade eine Verschiebung hin zu wirklich ganz breit gestreuten ETFs und Indizes", so Tobias Wittkamp von NextGen Investing. Bei breit gestreuten Indizes wie MSCI World oder All Country World kann es zu Abweichungen in der Umsetzung kommen. Weitere Themen: Sampling, Fondsvolumen, Liquidität und Handelskosten....
08.10.26 - 19:18
Börsenradio Schlussbericht Do. 08.10.26 - DAX unter 25.000: Öl und Zinsen drücken. Daimler Truck wächst. Agranas "Foodprint" (BRN)
 
Der DAX fällt um 1,2 % auf 24.807 Punkte. Der EuroStoxx 50 verliert 0,7 % auf 6.135 Punkte. Steigende Ölpreise, hohe Anleiherenditen und die politische Unsicherheit in Frankreich belasten. Infineon gibt 3,4 % nach, Rheinmetall gewinnt 0,9 %. Daimler Truck steigert den Quartalsabsatz um 26 % auf 91.260 Fahrzeuge. Südzucker erhöht das operative EBITDA um rund 60 % auf 303 Mio. Euro. In den USA starten Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq jeweils rund 0,5 % schwächer. US-Renditen von 5,32 % belasten Technologieaktien. PepsiCo übertrifft mit 2,34 Dollar bereinigtem Gewinn je Aktie die Erwartungen. Gold notiert bei 4.112 Dollar, Silber fällt 2,5 % auf 58,70 Dollar. Kupfer steigt 1,1 % auf 14.633,5 Dollar je Tonne. In den Interviews setzt Philipp Haas auf stetige Dividenden. Bastian Bosse plädiert für Anleihen. Agrana-Chef Stephan Büttner erläutert den Foodprint. Andre Waßmann erklärt, wann Deals scheitern sollten. Pia Kater berichtet über 120 Trade Wives. Jetzt kostenloses Ticket sichern: Rohstoffme...
08.10.26 - 11:54
wiki-Trader Philipp Haas (Nachhaltige Dividendenstars): "Wichtig ist, dass die Dividende relativ stetig gezahlt wird" (BRN)
 
Philipp Haas über seine Dividendenstrategie und sein wikifolio "Nachhaltige Dividendenstars" ( https://go.brn-ag.de/562 ): "Wichtig ist, dass die Dividende relativ stetig gezahlt wird. Defensive Aktien bedeuten ja, dass das Geschäftsmodell nicht so schwankend ist. Entscheidend ist, dass ich ein bisschen breit aufgestellt bin, und dass ich vielleicht auch nicht so cashintensiv bin." Im Depot von Philipp Haas über 50 Aktien, darunter: Inter&Co (brasilianische Digitalbank/Fintech), ProCredit Holding, 2G Energy ("Dies ist eine Industriefirma im Data Center Play"), Daldrup & Söhne, Kaspi.kz, PayPal, Sixt sowie die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank: "Sie haben jetzt zusammen mit Scalable Capital die Baader Bank ausgestochen und sind an der Börse Hannover der designierte Market Maker", so Haas....
08.10.26 - 11:24
Anleger, hört die Signale! Bastian Bosse: "Der Hype hat nicht alle Boote gleichermaßen gehoben. Anleihen nicht vernachlässigen!" (BRN)
 
Aktien auf Rekordhoch und gleichzeitig über 5 % bei Staatsanleihen. Könnten beide Märkte recht haben? "Temporär ja, auf lange Sicht aber schwer vorstellbar. Doch die Signale sollte man nicht einfach unbeachtet lassen", so Bastian Bosse, Vorstand der BRW Finanz AG. Die kreditbedürftige Intelligenz beherrscht (oder überschattet) weiterhin den Markt. SpaceX sammelt ungeniert Milliarden für die Zukunft. "Das Kapital wird vermehrt aus den Staatsanleihen teilweise herausgesaugt." Die Investoren müssen beim "hochgewichteten Tech" auf den Investment Grade sowie die Zinsanstiege achten. Jede Zukunft ist jedoch auch immer mit einer Vergangenheit verknüpft. Und in den letzten zehn Jahren bescherte der Aktienmarkt zweistellige Renditen. "Aber der Hype hat nicht alle Boote gleichermaßen gehoben. Deshalb sind Anleihen wieder interessant, nicht nur für sich genommen, sondern auch relativ zu Aktien."...
08.10.26 - 10:30
Agrana mit strategischem "Foodprint". CEO Stephan Büttner: "Wir arbeiten permanent an einer Reduktion unserer Verschuldung" (BRN)
 
"Zucker ist mittlerweile unser deutlich kleinstes Geschäftssegment. Wir reduzieren unser Engagement in Bereichen, wo wir wenig bis gar keine Profitabilität haben und reinvestieren das in unsere Wachstumsfelder", so Agrana-CEO Stephan Büttner. Ein strategischer Wachstumsbereich ist Food & Beverage Solutions. Bei AGRANA wird die Rechnung wieder süßer: Das Halbjahres-EBIT hat sich mehr als verdoppelt, im Zucker ist das zweite Quartal wieder positiv. Aber Dürre drückt auf die Rübenernte, Food & Beverage verdient weniger und die Verschuldung steigt. Das Nahrungsmittel- und Industriegüterunternehmen AGRANA steigerte das Ergebnis im ersten Halbjahr 2026|27 deutlich. Bei einem stabilen Konzernumsatz von 1.700,2 Mio. Euro stieg das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von 28,0 Mio. auf 63,5 Mio. Maßgeblich dafür waren die EBIT-Verbesserungen in den Segmenten ACS-Stärke auf 17,2 Mio. (Vorjahr: 3,1 Mio. ) und ACS-Zucker auf -2,0 Mio. (Vorjahr: -36,3 Mio. ). "Wir arbeiten permanent an einer Reduktion un...
08.10.26 - 09:42
Wann muss man einen Deal abbrechen? Andre Waßmann über die Kunst des Neinsagens (BRN)
 
KI wird beim Unternehmensverkauf zum echten Bewertungsfaktor. André Wassmann erklärt, warum nachweisbare AI-Readiness den Unternehmenswert deutlich steigern kann und weshalb Private Equity inzwischen auch kleinere Mittelständler als Zukäufe entdeckt. Doch M&A ist für ihn weit mehr als EBITDA und Excel. Unternehmenskultur, Mitarbeiter, Prozesse, Datenraum und Image entscheiden mit darüber, ob ein Käufer Vertrauen fasst und welchen Preis er zahlt. Besonders wichtig: Die Integration muss lange vor dem Closing vorbereitet werden. Auch bei der Due Diligence kann KI viel Arbeit übernehmen, den erfahrenen Menschen aber nicht ersetzen. Wassmann warnt zudem vor einem klassischen Fehler bei Buy-and-Build-Strategien: Synergien werden überschätzt und damit zu hohe Kaufpreise gerechtfertigt. Und manchmal ist der beste Deal der, den man konsequent nicht macht....
08.10.26 - 09:30
Vom Wissen ins Handeln: Pia Kater und die 120 Trade Wives (BRN)
 
Börsenwissen schützt nicht davor, die eigenen Finanzen liegen zu lassen. Genau hier setzt ''The Trade Wives'' Club an, den Pia Kater gemeinsam mit Edda Vogt und Annabelle Düchting gegründet hat. Die rund 120 Mitglieder sind keine Börsenanfängerinnen, sondern kommen etwa aus Portfoliomanagement, Journalismus, Wissenschaft, Steuerwesen und Compliance. Kater sagt: Oft fehlt nicht das Wissen, sondern der Anstoß, tatsächlich zu handeln. Im Club geht es deshalb um konkrete Fragen: Passt meine Allokation noch? Brauche ich einen Portfolio-Tracker? Wie sieht meine Vermögensbilanz aus? Dabei zählt nicht nur das Depot. Auch Rentenansprüche, Versicherungen, Immobilien, Kredite, Ausbildungskosten für Kinder oder Pflegekosten der Eltern gehören dazu. Katers Kommunikationsprinzip passt zum Konzept: sich in die Schuhe des Gegenübers stellen, zuhören und echten Dialog schaffen. Jeder Abend soll mindestens eine Idee liefern, die anschließend auch umgesetzt wird....
07.10.26 - 19:00
Vom Feldhasen zum Elefanten: Wie REPLOID mit Larven und Industrieaufträgen skaliert (BRN)
 
Aus organischen Reststoffen werden Proteine, Fette und Dünger - und REPLOID will daraus ein internationales Kreislaufgeschäft bauen. CEO und Gründer Philip Pauer erklärt, warum sich der Fokus von Landwirten hin zur Lebensmittelindustrie verschiebt: Dort fallen große Reststoffmengen an, Entscheidungen fallen schneller und Aufträge werden teils mit 40 bis 50 % angezahlt. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz nur leicht auf 10,6 Mio. Euro, das EBIT sank auf 3,9 Mio. Euro und der Periodenüberschuss auf 1,8 Mio. Euro. Gleichzeitig steht ein Auftragsbestand von 108 Mio. Euro zu Buche. Das Wachstum kostet jedoch Kapital: mehr Personal, Internationalisierung und Zukäufe lassen Kosten, Working Capital und Schulden steigen. Pauer setzt auf vertikale Integration, weitere M&A-Schritte und neue Märkte. Für Anleger wichtig: Der Aktiensplit 1:15 soll die Handelbarkeit verbessern; der Streubesitz soll von rund 15 auf über 25 % steigen....
07.10.26 - 18:54
Börsenradio Schlussbericht, Mittwoch, 07.10.26: DAX -1,35 %, Auto-aus-Rally bröckelt, FMC-Chefin geht, China steigt bei Puma ein (BRN)
 
Der DAX schließt 1,35 % tiefer bei 25.104,36 Punkten. Vor der Berichtssaison bremsen Zurückhaltung, steigende Ölpreise und hohe Anleiherenditen, besonders in Frankreich. Der MDAX verliert 1,41 % auf 30.112,41 Punkte. Bei Fresenius Medical Care geht Vorstandschefin Helen Giza überraschend; Shervin J. Korangy übernimmt am 12. Oktober. Anta Sports steigt mit 29,1 % bei Puma ein und will in den Aufsichtsrat. Autoaktien starten wegen Berichten über eine mögliche Aufweichung des EU-Verbrenner-Aus stark, doch die Gewinne bröckeln: VW beendet den Xetra-Handel mit plus 1,25 %, BMW mit minus 1,79 % und Mercedes-Benz mit minus 2,14 %. Porsche will Kosten und Personal deutlich senken; strategisches Ziel sind 30 % weniger Jobs. Gold fällt knapp 1,4 % auf 4.100 USD, Brent steht bei 101,43 USD. Edwin Lefevre: "An der Wall Street gibt es nichts Neues. Das kann es nicht geben, denn Spekulation ist so alt wie die Berge."...
07.10.26 - 18:48
Börsenradio Schlussbericht, Mittwoch, 07.10.2026: DAX -1,35 %, Auto-Rally bröckelt, FMC-Chefin geht, China steigt bei Puma ein (BRN)
 
Der DAX schließt 1,35 % tiefer bei 25.104,36 Punkten. Vor der Berichtssaison bremsen Zurückhaltung, steigende Ölpreise und hohe Anleiherenditen, besonders in Frankreich. Der MDAX verliert 1,41 % auf 30.112,41 Punkte. Bei Fresenius Medical Care geht Vorstandschefin Helen Giza überraschend; Shervin J. Korangy übernimmt am 12. Oktober. Anta Sports steigt mit 29,1 % bei Puma ein und will in den Aufsichtsrat. Autoaktien starten wegen Berichten über eine mögliche Aufweichung des EU-Verbrenner-Aus stark, doch die Gewinne bröckeln: VW beendet den Xetra-Handel mit plus 1,25 %, BMW mit minus 1,79 % und Mercedes-Benz mit minus 2,14 %. Porsche will Kosten und Personal deutlich senken; strategisches Ziel sind 30 % weniger Jobs. Gold fällt knapp 1,4 % auf 4.100 USD, Brent steht bei 101,43 USD. Edwin Lefevre: "An der Wall Street gibt es nichts Neues. Das kann es nicht geben, denn Spekulation ist so alt wie die Berge."...
07.10.26 - 17:18
VM Chefvolkswirt Heger: "Aktienmärkte sind billiger geworden" - Gewinne wachsen stärker als die Kurse (BRN)
 
Christian Heger bleibt trotz hoher Zinsen konstruktiv für Aktien. Der Chefvolkswirt und Anlagestratege von VM Vermögensmanagement erwartet beim Ölpreis mittelfristig Entspannung. Der derzeitige Preisdruck sei vor allem zyklisch - denn dauerhafte Knappheit erwartet er nicht. Europa stützt vor allem die Fiskalpolitik durch Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung. Dazu kommen die Ausgaben rund um KI. "Der Trend ist intakt", sagt Heger. Besonders die USA und Emerging Markets profitieren von diesem Boom. Bei Staatsanleihen bleibt dagegen das strukturelle Problem: Hohe Defizite treiben weltweit die Risikoprämien am langen Ende. Bei Aktien bleibt Heger klar positioniert, denn die Bewertungen wirken weniger anspruchsvoll als gedacht. "Aktienmärkte sind billiger geworden. Denn die Gewinnanstiege waren größer als die Kursgewinne." Deshalb bleibt VM Vermögensmanagement im Aktienmarkt engagiert....
07.10.26 - 16:06
Fondsmanager Wögerbauer: "Brauchen tun wir die Jahresendrallye nicht" - Aktienjahr stark, Anleihen wieder attraktiv (BRN)
 
Alois Wögerbauer sieht die Märkte robuster als viele Schlagzeilen es vermuten lassen. "Die Unternehmen kommen gut klar mit dem Ölpreis", sagt der Geschäftsführer von 3 Banken-Generali. Entscheidend sei nicht, ob Öl 85, 95 oder 102 Dollar kostet. Eine neue Eskalation muss allerdings ausbleiben. Auch steigende Zinsen bedeuten für ihn nicht automatisch fallende Aktienkurse. "Wir haben global betrachtet ein sehr gutes Aktienjahr." Der Weltindex liegt rund 14 bis 15 % im Plus. Das entspricht ziemlich genau dem Gewinnwachstum der Unternehmen. Deshalb sind Aktien heute nicht teurer als zum Jahresbeginn. Bei Anleihen verändert sich seine Einschätzung deutlich. Gemischte Portfolios erreichen hier momentan rund 5,4 bis 5,5 % Rendite. "Wir wechseln von der Risikoperspektive auf die Chancen-Perspektive." Auch KI bleibt für Wögerbauer ein zentraler Produktivitätstreiber. Für eine Jahresendrallye müssten sich vor allem die US-Renditen beruhigen. Doch Druck verspürt er nicht: "Brauchen tun wir die Jahrese...
07.10.26 - 10:06
5 % Zins gegen 3 % Dividende: Warum Qualität trotzdem zählt (BRN)
 
5 % bei Staatsanleihen - und trotzdem Dividendenaktien? Für Dr. Katharina Seiler von der DWS entscheidet nicht die höchste Ausschüttung, sondern die Qualität dahinter. Eine üppige Dividendenrendite könne sogar ein Warnsignal für Stress im Geschäftsmodell oder in der Bilanz sein. Attraktiv findet sie Unternehmen mit Qualität, Wachstum und etwa 2 bis 3 % Dividendenrendite. Ihre Strategie bleibt defensiv: In schwachen Marktphasen soll ein Dividendenportfolio Verluste besser abfedern, statt jedem Technologie-Momentum hinterherzulaufen. Auch ESG erklärt Seiler nicht für tot, sondern sieht das Thema im Wandel: Energie und Rüstung würden seit dem Ukrainekrieg anders bewertet. Spannend ist ihr Blick auf die Markteffizienz: In den USA sei es sehr schwer, dauerhaft den Markt zu schlagen; in Europa sieht sie vor allem bei Small- und Mid Caps eher Chancen auf Alpha. Zudem engagiert sie sich bei den Fondsfrauen für mehr Frauen in der Finanzbranche....
07.10.26 - 09:36
Nach dem Firmenverkauf: Warum Geld nicht einfach aufs Konto gehört (BRN)
 
Vermögen ist mehr als ein Depot - gerade bei Unternehmerfamilien. Petra Mennong, Managing Director Wealth Management / Unternehmerfamilien & Family Offices bei AXIA Asset Management, warnt vor typischen Schwachstellen: ungeklärte Nachfolge, stockende Kommunikation zwischen Generationen, fehlende Diversifikation und zu viel Liquidität. Besonders nach einem Unternehmensverkauf sollte Geld nicht einfach aufs Konto fließen, bevor Ziele, Risiko, steuerliche Struktur und mögliche Stiftungsmodelle geklärt sind. Eindrücklich ist ihr Beispiel eines Unternehmers, der sein Vermögen im zweistelligen Mio.-Bereich auf nur vier Finanzaktien konzentrierte und in der Finanzkrise massiv verlor. Mennongs Punkt: Erfolgreiche Unternehmer übertragen oft das Einzelrisiko ihres Geschäfts auf ihr Privatvermögen. Family-Office-Strukturen hält sie bereits ab rund 5 Mio. Euro an liquiden Assets für sinnvoll. Aktuell sieht sie zudem attraktive Chancen bei Unternehmensanleihen....
07.10.26 - 09:12
Finanzsoziologin Dr. Birgit Happel über Fearless Women: "Finanzielle Gewalt zählt zur häuslichen Gewalt" (BRN)
 
"Im Bereich der Finanzbildung schaue ich mir an, wie man finanzielle Bildung auch mit den Biografien und mit gesellschaftlichen Zusammenhängen erklärt", so die Finanzsoziologin und Gründerin von "Geldbiografien" Dr. Birgit Happel im Rahmen des FinFluencer Circle Awards. Insbesondere Frauen (in unterbezahlten Berufen oder in Care-Arbeit) sind gefordert, ihre eigene "Geldbiografie" abzuklopfen, um sie für die Zukunft selbst gestalten zu können. "Finanzielle Gewalt zählt zur häuslichen Gewalt." Vielleicht auch deshalb steckt die Finanzbildung in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Und leider mangelt es einigen Frauen an "finanziellem Selbstvertrauen", wohingegen Männer sich nicht selten überschätzen. "Statistisch betrachtet sind Frauen aber die besseren Anleger." Innerlich und äußerlich frei sind nur Frauen mit selbstbestimmten Depots und Konten....
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Zitat des Tages: Auch ein frischer Apfel fault, wenn er unter faules Obst fällt. - Bauernregel - Bauernweisheit
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