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BRN Nachrichten

Die Börsen Radio Network AG (BRN) produziert Radiobeiträge, Interviews und Podcasts zu Börsenthemen für Radiostationen und Internetportale. Auf der Internetseite vom BRN stehen die Beiträge ebenfalls zur Verfügung.
 
02.10.26 - 19:00
Börsenradio Schlussbericht Fr. 02.10.26 - "Der Crash kommt? NICHT!" - DAX +1,1% - Heiko Thieme Finanzbuch des Jahres! (BRN)
 
Der DAX holt am Freitag kräftig auf. Schwache US-Arbeitsmarktdaten dämpfen die Sorge vor einer schnellen Fed-Zinserhöhung. Der DAX schließt bei 25.231 Punkten und gewinnt 1,1%. Der EuroStoxx 50 steigt rund 1,0%. Technologiewerte führen die Erholung an. Infineon gewinnt 8,8%, Aixtron 7,6% und Suss Microtec 4,6%. Brent fällt unter 100 US-Dollar. Gold steigt auf rund 4.192 US-Dollar je Feinunze, bleibt auf Wochensicht aber rund 3,0% im Minus. Der Dollar und US-Renditen bremsen weiter. Tesla liefert im dritten Quartal 486.532 Fahrzeuge aus. Novartis vereinbart mit Abogen Biosciences einen Deal von bis zu 7,8 Mrd. US-Dollar. In den Interviews ordnen Heiko Thieme und CMC-Chefmarktanalyst Andreas Lipkow das Thema Börsencrash ein. Mojmir Hlinka spricht über Leistung und Sozialstaat. wiki-Trader Albicker sucht Aktien mit "dirty" Image. Generation Data zeigt den KI-Einsatz bei Quoniam. Prof. Jan Viebig erklärt seinen Mix aus Maschinenarbeit und menschlicher Entscheidung. Beim Fuchs geht es darum, wer Geld ...
02.10.26 - 13:24
"Ich schau dir in die Augen, Lipkow" - im Oktober zuckt des Börsianers Augenlid: Diese Berichtssaison ist besonders wichtig (BRN)
 
CMC Chefmarktanalyst Andreas Lipkow sieht den Oktober als besonders nervösen Börsenmonat. "Der September war schon ein La-La-Monat - und ziemlich zickig." Auch der Oktober gilt statistisch als schwach. Runde Marken wie 25.000 Punkte im DAX wirken dabei vor allem psychologisch. Sie geben Händlern und Investoren Orientierung. "Jeder Börsianer zuckt im Oktober verstärkt mit dem Augenlid." Noch stützen Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung in Europa. In den USA tragen KI- und Halbleiterwerte den Markt. Doch Lipkow warnt vor hohen Erwartungen. "Jetzt wird die Berichtssaison besonders wichtig." Enttäuschen Technologiekonzerne oder Halbleiterhersteller, könnten wichtige Stützen wegbrechen. Kritisch sieht Lipkow überhitzte Trends. "Gefährlich wird es, wenn die Euphorie davonläuft." Bekannte Risiken seien meist eingepreist. Gefährlich würden unerwartete Ereignisse. Steigende Unternehmensgewinne, mehr Konsum und eine Erholung zyklischer Branchen könnten die Märkte dagegen stützen....
02.10.26 - 13:12
Auf eine Zigarre mit dem Fuchs: Wer bekommt Geld, wer nicht? (BRN)
 
Beste Technik, aber kein Geld? Arno Fuchs sieht das Problem oft im Vertrieb: Deutsche Gründer erklären ihr Produkt bis ins Detail, amerikanische Unternehmer verkaufen die Marktchance. Für den Gründer und CEO von FCF entscheidet die Qualität des Managements, ob aus einer Idee ein großes Unternehmen wird. Sein Rat: Vertrieb genauso ernst nehmen wie Technologie und erfahrene Spitzenleute holen. Wer dort am Gehalt spart, riskiert teuren Stillstand. Quantum Systems zeigt, was möglich ist: FCF begleitete den Drohnenhersteller bei frühen Finanzierungen, der Verteidigungsboom brachte später enormes Wachstum. Doch Kapital braucht Vorlauf. Fuchs empfiehlt, rund 18 Monate vor dem Geldbedarf zu starten. Junge Firmen finanzieren ihre Verlustphase mit Eigenkapital. Mit Gewinnen und freien Cashflows können Bankkredite die Abgabe weiterer Unternehmensanteile vermeiden. FCF bringt passende Geldgeber an den Tisch; überzeugen muss der Unternehmer selbst. Europas Schwäche sieht Fuchs auch am Kapitalmarkt: Mehr Ak...
02.10.26 - 09:54
Vermögensverwalter Mojmir Hlinka: "Hier in der Schweiz ist es eben kein Lebensmodell, vom Staat zu leben" (BRN)
 
Es ist nicht alles Gold, was glänzt, an der Züricher Goldküste. "Zürich ist zu teuer, zu kompliziert, zu bürokratisch", so Vermögensverwalter Mojmir Hlinka bei den Börsentagen. Immer mehr Unternehmen wandern aus dem Zentrum an die Ränder, so auch Agfif International, und schuld daran ist eine linksgrüne Politik. "Man kann noch nicht einmal mehr parken in der Stadt!" Egal: andere Kantone ballen die Fäuste und boomen - "leider auf Kosten Zürichs". Unverändert bleibt: deutsche Anleger und Anlegerinnen können viel von den weniger myopischen Schweizern lernen. "Hier in der Schweiz ist es kein Lebensmodell, vom Staat zu leben. Der Schweizer möchte gerne seine Altersvorsorge planen, und dementsprechend investiert er auch." Hlinka betont die Bedeutung der Währungsentwicklung, insbesondere des Schweizer Frankens, und empfiehlt ein breit diversifiziertes Depot mit Schweizer Dividendenwerten, anderen Dividendentiteln sowie Wachstumswerten, "gezuckert mit einigen KI-Perlen"....
02.10.26 - 08:48
Attraktiv, aber dirty. wiki-Trader Albicker über fragwürdige Werte: "Wenn eine Aktie zu sustainable wird, schmeiße ich sie raus" (BRN)
 
Trader Alexander Albicker alias MrTecDAX über sein wikifolio "Dirty Money" ( https://go.brn-ag.de/558 ), das bewusst eine Gegenposition zu ESG- und SRI-Anlagen (Socially Responsible Investment) bilden soll und auf aus seiner Sicht kontroverse oder unterbewertete Aktien setzt. Als Beispiele aus 49 Werten nennt er im Rahmen des Züricher Börsentages Glencore, Bayer, Shell und Tsakos Energy Navigation und erläutert, warum er diese Titel als "dirty" oder sogar "fragwürdig", aber eben doch auch attraktiv einstuft. "Wenn irgendetwas legal ist, der Staat es nicht verbietet und es an Börsen gehandelt wird, dann wäre es hier in meinem wikifolio. Wenn eine Aktie aber zu sustainable wird, fliegt sie unter Umständen raus."...
02.10.26 - 08:00
Generation Data #8: Grill-Skill statt Blindflug: So zähmt Quoniam KI-Agenten (BRN)
 
Bei Quoniam arbeiten KI-Agenten bereits als digitale Junior-Researcher: Sie schreiben Code, durchsuchen die Angebote von Datenanbietern und werten wissenschaftliche Publikationen aus. So helfen sie dabei, neue Investmenthypothesen schneller zu testen. Den größten Nutzen sieht Dr. Laura Jehl nicht darin, Forschende zu ersetzen. Vielmehr ermöglicht KI, mehr Ideen parallel zu prüfen. Doch auch der digitale Traumkollege braucht klare Leitplanken: Halluzinationen können sich tief im Code verbergen. Deshalb bleiben sorgfältige Reviews, begrenzte Zugriffsrechte und der menschliche "grüne Knopf" unverzichtbar. Der "Grill-Skill" (Quelle: https://github.com/mattpocock/skills) prüft bereits vor Arbeitsbeginn, ob ein Auftrag präzise genug formuliert ist. Und weil jedes von der KI verarbeitete Wort Geld kostet, gilt beim "Caveman-Skill" (Quelle: https://github.com/JuliusBrussee/caveman): kurze Sätze, klare Antworten, weniger Tokens. Das Fazit: weniger Schrauben im Maschinenraum, mehr Zeit zum Denken am Reiß...
02.10.26 - 06:00
AXIA KI im Depot: Die Maschine rechnet, Prof. Jan Viebig hat das letzte Wort (BRN)
 
Die KI berät, Jan Viebig entscheidet: Für den Gründer von JVInvest Partners bleibt jede Aktie im Depot eine menschliche Entscheidung. In "AXIA - Vermögen im Flow" mit Peter Heinrich erklärt er, warum Umsatzwachstum allein keinen Wert schafft. Entscheidend sind Wettbewerbsvorteile, Kapitalrenditen oberhalb der Kapitalkosten und ein vernünftiger Kaufpreis. CoreWeave meidet er wegen hoher Investitionen und negativer freier Cashflows. SK Hynix überzeugt seine Modelle dagegen mit wachsenden Gewinnen und knappen KI-Speicherlösungen. Palantir beobachtet er wegen der hohen Bewertung als möglichen Short-Kandidaten. Mehrere KI-Modelle liefern gemeinsam eine Aktienrangliste, Viebig prüft Daten und Bewertung selbst. Ein kompletter Modelllauf dauert über 14 Stunden, umgesetzt werden die Entscheidungen montags. Trumps nächste Äußerung kann auch die KI nicht vorhersagen. Deshalb sollen Risikomodelle Klumpenrisiken erkennen und begrenzen. Sein Maßstab: Rendite im Verhältnis zum eingegangenen Risiko. Und s...
01.10.26 - 20:24
"Crash kommt immer": Thieme über die Chance danach. Pole Pole statt Panik: So investieren Thieme und Scholz (BRN)
 
Ausgezeichnetes Buch, unruhige Börse: Heiko Thieme und Finanzexperte Andreas Scholz diskutieren, warum Anleger gerade jetzt Nerven brauchen. Scholz sieht einen gefährlichen Mix aus hohen US-Zinsen, gewaltigem Kapitalbedarf für KI-Rechenzentren und globaler Verschuldung. Seine zugespitzte These: KI-Agenten könnten künftig selbst Herdenverhalten zeigen und die Stabilität der Finanzmärkte beeinflussen. Thieme bleibt der Antizykliker: Ein Crash komme irgendwann, entscheidend sei aber die Chance danach. Bis Ende des Jahrzehnts hält er einen Rückgang von mindestens 20 % für möglich, bleibt langfristig jedoch optimistisch. Sein Prinzip: nicht den parabolisch gestiegenen Kursen hinterherlaufen, sondern gefallene Qualität suchen. Scholz setzt dabei auf "Pole Pole" - langsam und stetig investieren. Und China? Für Thieme könnte dort bei Chips die nächste große Konkurrenz für die USA entstehen....
01.10.26 - 19:06
Börsenradio Schlussbericht, Do. 01.10.26 - DAX unter 25.000 - Anleihen: Sorgenkind oder Zeitbombe - Accenture +20% (BRN)
 
Der DAX rutscht unter 25.000 Punkte. Ölpreise und steigende Anleiherenditen drücken die Märkte. Brent steigt über 105 Dollar. Zehnjährige US-Staatsanleihen erreichen 5,34% und damit ein neues Dekadenhoch. Der DAX schließt bei 24.939 Punkten und verliert 1,0%. Der MDAX fällt auf 30.251 Punkte und gibt 1,9% ab. Banken und Immobilienwerte zählen zu den Verlierern. Deutsche Bank verliert 2,6%, Commerzbank 2,3% und TAG Immobilien 2,1%. Adidas gibt 1,8% nach. Die Wall Street startet dagegen leicht im Plus. Accenture springt mehr als 20% nach oben. Das Unternehmen meldet zusätzliche Nachfrage durch KI-Projekte. In den Interviews erklärt Gottfried Urban, warum und welche Anleihen wieder attraktive Realrenditen bieten. Prof. Harm Bandholz analysiert den Kapitalbedarf der US-KI-Infrastruktur. ReGuest-Chef Michael Mitterhofer spricht über Wachstum und Plattformstrategie. Der Anlegertag Berlin lockt am 10. Oktober mit 50 Vorträgen und 50 Ausstellern....
01.10.26 - 13:48
Gottfried Urban - Anleihen rentabel wie vor 20 Jahren - "Uns gefallen jene Länder, die einen positiven Realzins haben!" (BRN)
 
Die US-Wirtschft ist robust - die verträgt noch höhere Zinsen ohne Wenn und aber. Das will kein Aktienanleger hören - und Trump vermutlich auch nicht. Aber warum eigentlich nicht in Anleihen investieren ...? "Wir schauen bei den etablierten Ländern, also USA und Europa, im Moment lieber noch auf kurzlaufende Anleihen." Gottfried Urban von der Vermögensverwaltung Urban & Kollegen geht zumindest für 2026 aufgrund der Inflation weiterhin von steigenden Zinsen aus. "Doch nicht überall steigen die Leitzinsen, wir sehen diesbezüglich eine zweigeteilte Welt." Besonders interessant findet Urban einzelne Länder mit positivem Realzins und stabileren Währungen, etwa Brasilien, Mexiko, Polen und Norwegen. "Wenn jetzt die mittel- und längeren Zinsen auch fallen, dann haben wir einen schönen Kursgewinn im Anleihenmarkt." Privatanlegern empfiehlt er eine Investmentfondslösung, die genau diese Märkte im Blick hat....
01.10.26 - 13:30
Prof. Bandholz (HAW Kiel): "Die USA glauben, sie müssen All-In gehen und wie verrückt investieren" - Sorgenkind Anleihenmart (BRN)
 
Prof. Harm Bandholz ist Wirtschaftswissenschaftler und Professor am Institut für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) in Kiel. Über die resilienten Märkte in erratischen Zeiten sagt er: "Wir wachsen deutlich schneller als das Trendwachstum. Allerdings muss man konstatieren, dass die Zahlen die Qualität positiv überzeichnen. Die beste Dynamik liegt hinter uns." Eine Verlangsamung des Konsums auch aufgrund steigender Energiepreise wird sich nun in der zweiten Jahreshälfte und insbesondere 2027 bemerkbar machen. KI scheint derzeit viele Unwägbarkeiten zu überdecken. "Vielleicht ein spieltheoretischer Ansatz." USA All-in, Europa Time-out. "Das größte Problem bei einer Korrektur oder einem Platzen ist der Anleihemarkt."...
01.10.26 - 10:54
HJ/2026 bei der Re:Guest AG. CEO Michael Mitterhofer: "Die richtigen Gäste im richtigen Moment ansprechen" (BRN)
 
Die Ergebnisse der ReGuest AG zum Halbjahr etwas unter Druck. Umsatz plus 4%, EBT fast halbiert. CEO Michael Mitterhofer ist trotzdem zufrieden mit dem Wachstumskurs: "Ich gehe davon aus, dass wir heuer ein freiwilliges Konsolidierungsergebnis publizieren können." ReGuest treibt die ComOP-Plattform weiter voran. Die Buy&Build-Strategie läuft, Zeppelin soll integriert werden. Und bei Servecloud wurde die Beteiligung deutlich reduziert. Vor allem im Bereich des Buy-and-Build haben unerwartete Kosten das Geschäft gebremst. Mit ihrem Plattformmodell möchte das Unternehmen "die richtigen Gäste im richtigen Moment ansprechen". ReGuest wird voraussichtlich bis zu rund 5 Mio. Euro frisches Kapital aufnehmen. "Wir suchen Geld für weitere Akquisitionen", so Mitterhofer....
01.10.26 - 09:48
apoAsset Portfoliomanager Hein - KI bleibt stark, Healthcare kommt zurück, Cybersecurity wird zum neuen Megatrend (BRN)
 
Christian Hein sieht den apo Vivace Megatrends weiter gut aufgestellt. Der Fonds liegt im laufenden Jahr rund 20% im Plus. Technologie und Energieinfrastruktur treiben die Entwicklung besonders stark. "Aktuell sehen wir den Megatrend intakt", sagt Hein zur Energieinfrastruktur. Trotzdem verschiebt er Gewichte. Teile aus Technologie und Infrastruktur fließen zuletzt in Healthcare. Dort sieht Hein attraktivere Bewertungen. Zusätzlich könnten die US-Midterms ab November frische Impulse bringen. KI bleibt wichtig, steht aber stärker unter Beobachtung. Cybersecurity gewinnt zugleich deutlich an Bedeutung. "Cyber Security ist aus unserer Sicht ganz klar ein Megatrend." Eine aktuelle Studie verschärft den Blick: 89% der Befragten berichten von KI-gestützten Cyberangriffen. Bei einzelnen Cybersecurity-Aktien mahnt Hein jedoch zur Vorsicht. "Bei den Bewertungen wird einem teilweise schon schwindelig." Robotik bleibt spannend, steht aber noch am Anfang. Hein setzt deshalb auf breite Diversifikation und passt ...
01.10.26 - 08:00
Anlegertag Berlin: 50 Vorträge, 50 Aussteller - kostenfreies Finanzwissen von Aktienrente, Aktien und ETFs bis AI und Krypto (BRN)
 
Aus Börsentag wird Anlegertag - das bewährte Konzept bleibt. Das Team um Dirk Mahnert von B2MS lädt am 10. Oktober ins Ludwig-Erhard-Haus ein. Besucher erwartet kostenloses Finanzwissen auf breiter Front. Rund 50 Vorträge laufen in sechs Sälen. Etwa 50 Aussteller stehen für Gespräche bereit. "Wir behandeln alles, was aktuell ist", sagt Mahnert. Themen reichen von Aktienrente und Vorsorge bis AI und Krypto. Dazu kommen Aktien, ETFs, Zertifikate, Rohstoffe und Edelmetalle. "Jeder sollte den Tag nutzen, seine Fragen loszuwerden." Einsteiger treffen ebenso auf Experten wie erfahrene Privatanleger. "Jeder kann sich sein Programm selber zusammenstellen." Die Parallelvorträge bieten dafür zahlreiche Möglichkeiten. "Der Eintritt ist kostenfrei", betont Mahnert. Eine Anmeldung bleibt erforderlich. Börsenradio begleitet den Anlegertag als Medienpartner. Das Team produziert vor Ort Interviews im mobilen Studio. Weitere Informationen und Anmeldung gibt es beim Anlegertag Berlin. https://www.anlegertag.de/...
30.09.26 - 20:06
Börsenradio Schlussbericht, Mi. 30.09.26 - DAX -0,8% - "Die Summe der Dinge" kippt Stimmung - HPE mit KI-Auftrag (BRN)
 
Der DAX schließt bei 25.199 Punkten und verliert 0,8%. Der MDAX gibt 0,1% auf 30.843 Punkte ab. Hohe Inflation und starke US-Konjunkturdaten bremsen den Markt. Deutschlands Verbraucherpreise steigen um 3,3%, in Italien um 4,1%. Die US-Wirtschaft wächst annualisiert um 2,2%. Gleichzeitig fällt die PCE-Inflation mit 3,4% niedriger aus als erwartet. An der Wall Street stützen diese Daten zunächst die Kurse. HPE gewinnt fast 7% nach einem KI-Großauftrag von Vultr über 1,2 Mrd. Dollar. BMW will seine Führungsstrukturen bis Mitte 2027 um 20% verschlanken. Am Persischen Golf normalisieren sich die Rohölexporte. Raffinierte Produkte bleiben dagegen knapp. Im Podcast warnt Lothar Koch vor kippender Marktstimmung. Frank Benz sieht eine stille Rotation und steigende Geldpreise. Daniel Saurenz spricht über 1,6 Mio. Zertifikate. Wikifoliotrader Dennin setzt bei Silberminen auf Hebel. Chefvolkswirt Klude macht die Berichtssaison zum Börsen-TÜV. Ökonom Cueni zieht eine überraschend positive Börsenbilanz....
30.09.26 - 18:06
apo Portfoliomanager Hein - KI bleibt stark, Healthcare kommt zurück, Cybersecurity wird zum neuen Megatrend (BRN)
 
KI bleibt ein wichtiger Treiber im apo Vivace Megatrends. Christian Hein sieht Energieinfrastruktur weiter intakt, beobachtet aber Bewertungen genauer. Gleichzeitig baut er Healthcare aus. Der Bereich erscheint günstiger und könnte durch die US-Midterms neue Impulse erhalten. Cybersecurity rückt ebenfalls nach vorn: 89% der Befragten einer Studie berichten bereits von KI-gestützten Angriffen. Das schafft neue Chancen, verlangt aber einen genauen Blick auf Bewertungen. Christian Hein sieht den apo Vivace Megatrends weiter gut aufgestellt. Der Fonds liegt im laufenden Jahr rund 20% im Plus. Technologie und Energieinfrastruktur treiben die Entwicklung besonders stark. "Aktuell sehen wir den Megatrend intakt", sagt Hein zur Energieinfrastruktur. Trotzdem verschiebt er Gewichte. Teile aus Technologie und Infrastruktur fließen zuletzt in Healthcare. Dort sieht Hein attraktivere Bewertungen. Zusätzlich könnten die US-Midterms ab November frische Impulse bringen. KI bleibt wichtig, steht aber stärker unt...
30.09.26 - 18:00
Portfoliomanager Lothar Koch: "Die Summe der Dinge" belastet - Stimmung kippt, Märkte schwächeln und selbst KI "Cäsar warnt" (BRN)
 
Lothar Koch sieht an den Aktienmärkten zunehmende Warnsignale. "Es ist die Summe der Dinge, nicht das eine große Ding", sagt der GSAM-Portfoliomanager. Der DAX, EuroStoxx und besonders der MDAX verlieren Trendstärke. Auch in China und Hongkong erkennt Koch technische Schwäche. Lediglich Japan bleibt ein stabiler Anker. In den USA laufen S&P 500 und Nasdaq gerade noch seitwärts. Doch der Russell 2000 schwächelt bereits. Steigende Anleiherenditen, hohe Schulden und schwache High Yields erhöhen den Druck. "Der Markt ist zumindest mal technisch angeschlagen." Koch hat deshalb die Liquidität erhöht und agiert neutraler. Auch das KI-Modell Cäsar sendet Warnsignale. "Das Marktrisiko nimmt zu - die Risikowerte steigen - Wir müssen einfach vorsichtig sein." Positiv bleiben einzelne Technologiewerte und Halbleiter. Gerade KI-getriebene Unternehmen verfügen weiter über volle Auftragsbücher. Doch viele Industrie-, Versorger- und Finanzwerte bröckeln. Der Ölpreis bleibt hoch, Gold und Silber allerdings...
30.09.26 - 17:48
Vermögenspartner Benz: "Der Preis fürs Geld steigt" - stille Rotation, defensive Aktien und 5% Rendite verändern die Anlagewelt (BRN)
 
Frank Benz von der Benz AG, Partner für Vermögen, sieht Anleger vor einem spürbaren Regimewechsel. Preise, Konjunktur und Zinsen rücken wieder stärker ins Zentrum. Den Xi-Besuch in den USA bewertet er nüchtern: "Das war eigentlich nur Show." "Gewisse Dinge werden extrem übertrieben", sagt Benz über Künstliche Intelligenz. Trotzdem sieht er klare Effizienzgewinne durch standardisierte Prozesse. Anleger sollten daher einzelne Segmente der Wertschöpfungskette gezielt prüfen. Bei Anleihen eröffnet das höhere Zinsniveau neue Chancen. "Der Preis fürs Geld steigt langsam wieder." Neueinstiege erscheinen durch Renditen um fünf Prozent attraktiver. Bei Aktien erkennt Benz eine stille Rotation. Anleger reduzieren Technologiewerte und Zykliker zunehmend zugunsten defensiver Branchen. Gesundheit, Rohstoffe, Energiesicherheit und Infrastruktur rücken stärker in den Fokus. "Das Wichtigste ist sicher eine breite Diversifikation." Rebalancing und planbare Cashflows sollen Schwankungen abfedern....
30.09.26 - 14:42
1,6 Mio. Zertifikate: Die Qual der Wahl als Anlegerchance (BRN)
 
"Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld!“ Der deutsche Zertifikatemarkt bietet Privatanlegern eine enorme Auswahl - und genau darin liegen Chancen wie Risiken. Daniel Saurenz, Mitgründer von Feingold Research, erklärt, warum beim Deutschen Zertifikatepreis nicht nur Rendite zählt, sondern auch Preisstellung, Spreads, Liquidität, Handelsqualität, Service und Finanzierungskosten. Gesamtsieger 2026 ist Société Générale vor BNP Paribas und Vontobel. Für Anleger entscheidend bleibt jedoch: Nicht das Siegel kaufen, sondern das konkrete Produkt vergleichen. Saurenz warnt vor vermeintlich sicheren "heißen Tipps" und überzogenen Renditeversprechen. Hohe Rendite bedeutet fast immer auch höheres Risiko. Besonders bei Hebelprodukten zählt deshalb das Verständnis für Funktionsweise, Laufzeit und Kosten. Spannend ist auch der Generationenwechsel: Jüngere Anleger handeln stärker US-Tech, Bitcoin oder Solana, ältere greifen eher zu Allianz, Siemens oder Münchener Rück. Und bei hoher Volatilität? ...
30.09.26 - 12:00
Berichtssaison als Börsen-TÜV: Hält die Rallye? (BRN)
 
Deutschland wächst wieder - aber Carsten Klude warnt davor, die zyklische Erholung mit einem strukturellen Comeback zu verwechseln. Der Chefvolkswirt von M.M.Warburg sieht zwei Treiber: schuldenfinanzierte Staatsausgaben und überraschend starke Exporte, auch durch den globalen KI-Boom. Entscheidend sei nun, ob daraus private Investitionen entstehen. Bei den Zinsen erkennt Klude noch keinen Strukturbruch: Die hohen Renditen seien vor allem Folge des Ölpreises und der Zinserwartungen. Kritisch würde es erst, wenn die Renditen trotz fallender Energiepreise hoch blieben. Für Aktien bleibt er konstruktiv. Solange hohe Ölpreise und Zinsen keine sichtbaren Bremsspuren in Konjunktur und Unternehmensgewinnen hinterlassen, hält Warburg am höheren DAX-Ziel fest. Die Berichtssaison wird zum "TÜV" der Rallye: Klude erwartet solide Gewinne und wieder mehr Marktbreite - bei Bewertungen, die er keineswegs für überzogen hält....
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Zitat des Tages: Wenn wir nur das Unrecht hassen und nicht diejenigen, die es tun, werden wir unsere Kampfgenossen und unsere Feinde lieben. - Freifrau Marie von Ebner-Eschenbach
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