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14.04.26 - 12:33
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Gas: Bundesregierung plant strategische Gasreserve (SG)
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Die Pläne der Bundesregierung zur Einrichtung einer strategischen Gasreserve sind nicht neu (wir berichteten), nun wurden sie konkretisiert. Die Kosten für das Projekt sollen sich für eine einmalige Befüllung zwischen 500 Mio. EUR und 1,5 Mrd. EUR belaufen, während die jährlichen laufenden Kosten bei etwa 165 Mio. EUR liegen sollen. Finanziert werden soll die Reserve aus staatlichen Mitteln, um zusätzliche Belastungen für Verbraucher möglichst zu vermeiden. Das geht auch vor allem aus der umstrittenen Gasspeicherumlage hervor, die erst Anfang dieses Jahres abgeschafft wurde. Die Reserve soll rund 24 TWh, also knapp 10% der nationalen Gasspeicherkapazität, umfassen und für den Winter 27/28 einsatzbereit sein..
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28.03.26 - 16:08
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Energie: Globale Produktionsausfälle verschärfen die Versorgungsrisiken (SG)
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Zu den massiven Angebotsausfällen durch die Schließung der Straße von Hormus kommen nun noch beträchtliche Exportausfälle aus Russland hinzu. Laut Angaben von Reuters sind derzeit rund 40% der Exportkapazitäten in Russland lahmgelegt. Grund hierfür sind intensivierte Drohnenangriffe der Ukraine auf die Ölhäfen Primorsk und Ust-Luga an der Ostsee sowie den Hafen Noworossijsk am Schwarzen Meer. Seit Ende Januar ist die Druschba-Pipeline geschlossen, durch die russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei transportiert wurde.. --- Die Ausfälle summieren sich laut Reuters auf rund 2 Mio. Barrel pro Tag und sind damit die größten in der jüngeren Geschichte Russlands.. --- US-Energieunternehmen optimistischer, jedoch keine deutliche Ausweitung der Ölbohrungen.. --- Schäden an Katars LNG-Verflüssigungsanlagen unterstützen Gaspreise längerfristig..
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23.03.26 - 12:52
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Rohstoff- Wochenausblick: Alle Blicke weiterhin auf den mittleren Osten gerichtet (SG)
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Die Lage im Mittleren Osten ist am Mittwoch weiter eskaliert, nachdem Israel die größte Gasverarbeitungsanlage Irans im South Pars Gasfeld angegriffen hatte. Dieses gehört zum weltgrößten Gasfeld, das sich der Iran mit Katar teilt. Der Iran griff daraufhin die weltgrößte LNG-Verflüssigungsanlage in Katar an und beschädigte diese offenbar schwer. Laut Angaben Katars dürften die LNG-Exportkapazitäten für die nächsten 3-5 Jahre um 17% eingeschränkt sein.. --- Insofern dürfte in den kommenden Tagen viel davon abhängen, ob die gegenseitigen Angriffe auf die Energieinfrastruktur aufhören. Ansonsten könnten länger anhaltende Angebotsausfälle drohen, selbst wenn die Durchfahrt durch die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr in absehbarer Zeit wieder möglich sein sollte.. --- Am Industriemetallmarkt herrscht weiterhin ein gemischtes Bild.. --- Der Goldpreis ist derweil bereits deutlich auf dem Rückzug..
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23.03.26 - 12:42
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Europäischer Gaspreis: LNG- Schock aus Katar hält Preise oben (SG)
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In den letzten Tagen haben sich die Schlagzeilen im Hinblick auf den Iran-Konflikt überschlagen. Knapp 20% des weltweiten LNG-Angebotes fließen normalerweise durch die Straße von Hormus, den größten Anteil der LNG-Exporte aus der Golfregion macht Katar aus. Gestern kam es zu iranischen Angriffen auf die weltgrößte LNG-Produktionsanlage Ras Laffan, in der nahezu alles an katarischem LNG produziert wird. Nach aktuellen Berichten wurden dabei zwei der insgesamt 14 Verflüssigungsanlagen schwer beschädigt..
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11.03.26 - 16:04
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Europäischer Gaspreis auf Achterbahnfahrt (SG)
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Auch der europäische TTF-Gaspreis knickte nach den Aussagen von US-Präsident Donald Trump, dass der Konflikt im Iran “bald” zu Ende sei, ein. Gestern hatte der Gaspreis kurzzeitig an der Preismarke von 70 EUR je MWh gekratzt, bevor es dann aber einen deutlichen Rücksetzer gab und der Tag mit knapp 56 EUR je MWh endete. Heute geht die Fahrt nach unten weiter, derzeit liegt der Preis bei etwa 47 EUR je MWh. Sollte es eine längerfristige Auseinandersetzung geben, dürften die Preise auch weiterhin deutlich über Vorkriegsniveau liegen.. --- Außerdem können die Lieferungen selbst bei einer sofortigen Beruhigung der Lage nicht wieder sofort anlaufen. Es wird davon ausgegangen, dass selbst dann eine Versorgungslücke von knapp einem Monat entstehen würde. Auf eine zweiwöchige Stillstandsphase würde ein ebenso langer, hochkomplexer Wiederanlaufprozess folgen..
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09.03.26 - 16:33
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Wochenausblick Rohstoffe: Iran-Krieg im Fokus (SG)
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Der Iran-Krieg dürfte das vorherrschende Thema an den Rohstoffmärkten bleiben. Die Energiemärkte sind in erster Linie betroffen, und hier der Gasmarkt noch mehr als der Ölmarkt. Dies ist auch den unterschiedlichen Vorratssituationen geschuldet. So gibt es kaum strategische Gasvorräte, und die kommerziellen Vorräte sind am Ende des Winters in Europa niedrig. Am Ölmarkt sieht es aufgrund der strategischen Vorräte grundsätzlich besser aus, sodass sich temporäre Ausfälle noch überbrücken lassen.. --- Unabhängig davon bleibt das Hauptaugenmerk auf dem Nahen Osten und hier spezifisch auf der Straße von Hormus. Je länger der Schiffsverkehr lahmgelegt ist, desto höhere Ausfälle sind einzukalkulieren, auch weil die Region über begrenzte Umleitungs- und Speicherkapazitäten verfügt.. --- Wir gehen zwar davon aus, dass das Interesse an Gold als sicherer Hafen wieder steigt, sobald sich abzeichnet, dass die Notenbank den Ölpreisschock als temporär einstufen können..
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09.03.26 - 16:15
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Putin droht mit sofortigen Ende der Gaslieferungen in die EU (SG)
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Als wäre die Nervosität am europäischen Gasmarkt nicht hoch genug angesichts der Angebotsausfälle durch die Blockade der Straße von Hormus, schürt nun Russlands Präsident Putin zusätzliche Sorgen. Dieser drohte, dass die verbleibenden russischen Gaslieferungen an die EU sofort eingestellt werden könnten. Die Drohung war eine Reaktion darauf, dass die EU derzeit plane, bis Ende 2027 Einfuhren russischen Gases zu verbieten. Laut Putin würden sich derzeit andere Märkte öffnen und es könnte sinnvoll sein, diese Opportunität zu nutzen und das Gas dorthin umzuleiten. Demnach hätten diese Kunden ihre Bereitschaft signalisiert, höhere Preise als Europäische Abnehmer zu zahlen. Damit dürften vor allem Abnehmer aus Asien gemeint sein..
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05.03.26 - 10:36
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Europäischer Gaspreis steigt ohne Ende (SG)
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Auch der europäische TTF-Referenzpreis für Gas legte am Montag im Zuge des Iran-Konfliktes deutlich zu — zwischenzeitlich um mehr als 50%. Erste Nachrichten des eskalierenden Iran-Konfliktes trieben den Gaspreis um knapp 21% nach oben. Gegen Mittag verkündete Katar, dass das größte Verflüssigungsterminal des Landes zunächst die LNG-Produktion einstellen wird, nachdem dieser Ziel eines Militärangriffs geworden war.. --- Die Befürchtung, dass die Länder, die normalerweise LNG aus dem Nahen Osten beziehen, sich nun nach dem LNG umschauen müssen, das nach Europa kommt, dominiert die Märkte..
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02.03.26 - 10:45
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Eskalation im Nahen Osten (DZ Bank)
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Was bisher geschah: Am Morgen des 28. Februar 2026 haben die USA und Israel eine großangelegte Militäroperation gegen den Iran gestartet. Trumps erklärte Kriegsziele umfassen die vollständige Zerstörung des iranischen Raketenprogramms, der Marine sowie des Nuklearprogramms und – implizit – einen Regime-Change.. --- Die vorhandenen Onshore-Pipeline-Alternativen – Saudi-Arabiens East-West-Pipeline und die UAE Habshan-Fujairah-Pipeline – haben eine kombinierte Kapazität von rund 3 Mio. b/d. Durch die Straße von Hormuz fließen täglich aber über 14 Mio. Barrel – die Pipelines können also maximal nur rund 20% des Volumens auffangen. Für sämtliche LNG-Exporte, vor allem aus Katar, gibt es keine Alternativen zum Seetransport durch die Straße von Hormuz. China-Exposure: Peking ist der Hauptabnehmer von Erdöl aus der Golfregion und insbesondere von Öl aus dem Iran. Eine längere Schließung der Straße von Hormuz trifft China also härter als jeden anderen..
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23.02.26 - 09:59
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Rohstoff- Wochenausblick: Die Angst vor der Eskalation (SG)
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Der Ölmarkt dürfte auch in der kommenden Woche von den Entwicklungen zum USA-Iran-Konflikt beeinflusst werden. Nach den indirekten Gesprächen zwischen den USA und Iran in dieser Woche gerieten die Preise kurzzeitig unter Druck, weil Hoffnungen aufkamen, dass eine Eskalation vermieden werden kann. Doch die Erleichterung währte nicht lange. Schon einen Tag später stiegen die Preise deutlich, so dass Brentöl inzwischen bei gut 72 USD je Barrel notiert und das 6-Monatshoch von Ende Januar übertroffen hat.. --- US-Präsident Trump hat dem Iran mit einem Militärschlag gedroht, falls es in den nächsten 10-15 Tagen zu keiner Einigung kommt.. --- Die zunehmende Gefahr eines Krieges im Mittleren Osten und die damit verbundenen Risiken für die Ölversorgung sprechen für eine steigende Risikoprämie auf den Ölpreis und damit für einen höheren Ölpreis. Gleiches gilt für den TTF-Erdgaspreis.. --- Edelmetalle: Eine drohende Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran dürfte sich grundsätzlich preisstützend auswirken
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23.02.26 - 09:36
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Gaslage in Deutschland: Kriseninstrument soll Winter 27/28 kommen (SG)
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Angesichts der aktuell angespannten Versorgungslage – die Gasspeicherstände in Deutschland markierten am 18. Februar mit 21,6% einen Stand, der rund 27 Prozentpunkte unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt liegt– rückt die langfristige Sicherung der Energieversorgung wieder in den politischen Fokus. Laut Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche sei die reine Füllmenge nicht mehr das alleinige Maß der Dinge, da man durch bessere (LNG-)Importkapazitäten nun flexibler auf Schwankungen reagieren könne.. --- Dennoch werden laut Reiche die Optionen um ein Kriseninstrument nun abgewogen. Die Dringlichkeit ergibt sich aus einem zeitlichen Zusammentreffen mehrerer Faktoren: Zum einen endete am 1. Januar 2026 die deutsche Gasspeicherumlage, wodurch die Kosten für die Befüllung nun beim Bund und nicht mehr beim Verbraucher liegen. Zum anderen läuft die EU-Verordnung über Mindestfüllstände am 1. April 2027 aus..
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13.02.26 - 10:45
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Deutschland – Wird das Gas knapp? (Commerzbank)
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Die Gasspeicher in Deutschland sind Anfang Februar so leer wie lange nicht. Ein Engpass ist zwar unwahrscheinlich, weil hierfür die aktuelle kalte Witterung wohl bis weit in den März anhalten müsste und zudem die Versorger mit höheren Importen von Flüssiggas gegensteuern können. Allerdings dürften die Speicher auch in den kommenden Jahren weniger gefüllt werden als in früheren Jahren, was das Risiko von Engpässen im Winter erhöht und die Preise wohl stärker schwanken lassen wird..
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12.02.26 - 14:02
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Deutsche Abhängigkeit von Erdgasimporten: neue Lieferanten, alte Risiken (HCOB)
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Deutschland ist weiterhin hochgradig abhängig von Erdgasimporten. Mit den USA als neuem Lieferant bleiben allerdings die alten, geopolitischen Risiken bestehen. Die Lösungsansätze für dieses Problem dürften jedoch auf gesellschaftliche Widerstände stoßen.. --- Eine heimische Produktion im größeren Stil würde allerdings Abhängigkeiten reduzieren und wäre gleichzeitig emissionsärmer als der Import von LNG, der energieintensive Verflüssigungs- und Transportprozesse durchläuft. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe hat in einer Studie von 2016 geschätzt, dass Deutschland auf 320 bis 2030 Milliarden Kubikmeter (bcm) technisch förderbaren Schiefergasressourcen sitzt. Zum Vergleich: 2024 wurden in Deutschland rund 3,4 bcm Erdgas gefördert, bei einem Verbrauch von rund 79 bcm...
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12.02.26 - 10:54
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Wie kritisch sind die niedrigen Gasspeicherfüllstände? (SG)
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Beim bisherigen Abbautempo würden die EU-weiten Gasvorräte bis zum Ende des Winters auf weniger als 20% zurückgehen. In Deutschland droht diese Marke schon in der letzten Februarwoche unterschritten zu werden. Der historische Tiefpunkt aus dem Jahre 2018 bei rund 14% droht dann in Schlagdistanz zu kommen. Experten des Energiewirtschaftlichen Instituts Köln (EWI) warnen sogar, dass die Speicherstände unter die für die Sicherstellung der Systemsicherheit notwendige Marke von 10% fallen könnten..
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