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08.01.26 - 21:27
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Gaspreise geben witterungsbedingt nach (SG)
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Am Gasmarkt herrscht weiter Gelassenheit: Die Füllstände in den europäischen Gasspeichern liegen mit zwar mit gut 60% rund 10 Prozentpunkte niedriger als zu dieser Jahreszeit üblich. Zudem sind die Temperaturen aktuell in Europa deutlich niedriger als üblich. Der europäische Benchmark-Preis TTF rutschte dennoch wieder unter 28 EUR je MWh. Die Marktteilnehmer schauen wohl schon etwas weiter nach vorn und nach der aktuellen Kältewelle wurden mildere Temperaturen in Aussicht gestellt. Ähnliche Entwicklungen sind übrigens jenseits des Atlantiks zu beobachten: Auch dort sind mildere Temperaturen vorausgesagt..
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20.12.25 - 16:42
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Aussicht auf kalte Weihnacht stabilisiert europäischen Gaspreis (SG)
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Die Preise am europäischen Gasmarkt scheinen sich, wenn auch noch auf niedrigem Niveau, stabilisiert zu haben. Für Unterstützung sorgen zum einen die niedrigen und fallenden Speicherfüllstände. In der EU sind diese mittlerweile unter 70% gefallen, in Deutschland sogar auf nur noch 63%. Zumindest hat sich der Abstand der deutschen Füllstände zur Gesamt-EU seit Ende November verringert. Das liegt aber daran, dass sich die Entnahme in den anderen Ländern beschleunigt hat. Zum anderen wird in den kommenden Tagen mit kälteren Temperaturen gerechnet, die den Heizbedarf erhöhen. Dem gegenübersteht aber ein feiertagsbedingt niedrigerer Bedarf seitens der Industrie... --- Im Blick zu behalten sind aber auch die steigenden LNG-Importe Chinas..
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16.12.25 - 00:29
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Europäischer Gaspreis zu weit gefallen? (SG)
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Die niedrigeren europäischen Gaspreise (TTF) zeigen ihre Wirkung: Einer Auswertung von Schiffstracking-Daten durch Bloomberg zufolge sind LNG-Lieferungen aus Katar jüngst von Europa nach Indien umgeleitet worden. Insgesamt wären die europäischen LNG-Einfuhren zwischen dem 1. und 9. Dezember im Vergleich zur gleichen Zeit im November gefallen. Dass die Gasspeicherstände in der EU bislang nicht noch schneller gefallen sind, dürfte an den zuletzt eher milden Temperaturen gelegen haben..
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11.12.25 - 11:55
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Chinas Kohle- und Gaseinfuhren ziehen im November an (SG)
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Auch die übrigen Energieimporte Chinas fielen kräftiger aus: Die Kohleeinfuhren sind laut Chinas Zollbehörde nach dem Rückgang im Vormonat wieder gestiegen und lagen mit 44 Mio. Tonnen abermals deutlich über dem, was in diesem Jahr im Monatsdurchschnitt importiert wurde.. --- Die Gasimporte haben ebenfalls angezogen und fielen so hoch aus wie zuletzt im September 2024. Das legt für November eine leichte Erholung der LNG-Importe nahe: Bis einschließlich Oktober hatten diese im laufenden Jahr 16,2% unter Vorjahr gelegen, während die Gasimporte via Pipeline 7,6% über Vorjahr lagen, nachdem die Gas-Pipeline Power-of-Siberia im Dezember 2024 ihre volle Kapazität erreicht hatte. Es heißt, China nehme zunehmend das von den USA sanktionierte russische LNG ab. Doch auch unabhängig davon sind die Preise am LNG-Markt momentan sehr niedrig..
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07.12.25 - 11:30
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Europäischer Gaspreis trotz saisonal niedriger Lagerbestände auf 20- Monatstief gefallen (SG)
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Der TTF-Erdgaspreis rutschte in dieser Woche weiter ab. Aktuell notiert der 1- Monats-Forward unterhalb von 27 EUR je MWh, was dem niedrigsten Niveau seit 20 Monaten entspricht. Dabei sind die Gasfüllstände in der EU mit 74% deutlich niedriger als im Vorjahr und zu dieser Jahreszeit üblich. Noch kritischer ist die Lage in Deutschland, wo der Füllstand der Gasspeicher lediglich 65,6% beträgt.. --- Da durch den jüngsten Anstieg des US-Erdgaspreises auf ein 3-Jahreshoch von umgerechnet 14,8 EUR je MWh der Preisabstand von TTF gegenüber dem US-Preis Henry Hub so gering ist wie noch nie in den letzten drei Jahren, werden US-LNG-Lieferungen nach Europa weniger attraktiv. Denn es müssen noch die Kosten für Verflüssigung, Kühlung und Transport berücksichtigt werden, die den Großteil der derzeitigen Preisdifferenz aufzehren dürften. Die Entspanntheit der Marktteilnehmer könnte daher trügerisch sein..
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26.11.25 - 17:48
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Gas - verfrühte Entspannung? (SG)
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Der europäische Gaspreis ist zu Beginn der Woche unter die Marke von 30 EUR je MWh gefallen und erreichte ein neues Jahrestief bei 29,25 EUR je MWh. Grund dürften die neuerlichen Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg sein. Sollten diese erfolgreich sein, könnten sich Wege für Russland eröffnen, weiter bzw. wieder Gas an Europa zu liefern. Hinzukommt auch die zu Winterbeginn weiterhin allgemein entspannte Angebotslage, insbesondere am globalen LNG-Markt.. --- Europas Gasspeicherstände lagen zu Ende letzter Woche rund 9 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau.. --- Wie schnell die Stimmung umschlagen kann, zeigte sich bereits im letzten Winter als die Preise im Februar mitunter aufgrund deutlich gefallener Speicherstände, merklich angezogen hatten.. --- Längerfristig dürfte sich die Angebotslage aber sogar noch weiter verbessern und daher zu wieder niedrigeren Preisen beitragen..
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16.11.25 - 15:35
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Wochenausblick Rohstoffe: Fundamentaldaten stützen (nicht überall) (SG)
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Für die Ölpreise geht es seit dem Sommer bergab. Die von den Energieagenturen in dieser Woche bestätigte Überversorgung am Ölmarkt hat den Preis für ein Barrel Brentöl kurzzeitig wieder unter 63 USD rutschen lassen. Wir gehen zwar davon aus, dass die Ölpreise tendenziell weiter fallen werden, aber in der kommenden Woche könnte es nach dem starken Preisrutsch wegen einer größeren Risikofreude noch einmal bergauf gehen. Trotz der globalen Überversorgung sind die Rohöl- und Produktvorräte in den USA eher niedriger als üblich.. --- Am europäischen Gasmarkt ist die Stimmung dagegen entspannt --- Anfang kommender Woche dürfte das Silver Institute zusammen mit Analysehaus Metal Focus einen Zwischenbericht für das laufende Jahr vorlegen. Nach vier Defizitjahren in Folge dürfte der Silbermarkt auch im laufenden Jahr unterversorgt sein.. --- Zudem wird der World Platinum Investment Council (WPIC) am Mittwoch seinen Quartalsbericht vorstellen und darin für dieses Jahr ein abermals hohes Angebotsdefizit prognostizieren..
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13.11.25 - 16:03
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Hoher Crack-Spread am Dieselmarkt nicht auf Dauer zu rechtfertigen (SG)
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Die meisten Energiepreise liegen seit Jahresbeginn im Minus. Nicht so der Gasölpreis: Der börsengehandelte nächstfällige Kontrakt an der ICE notiert momentan mit knapp 750 USD je Tonne rund 7,5% höher als am Jahresanfang.. --- Die höhere Nachfrage trifft auf ein knapperes Angebot, weil zahlreiche Sanktionen und Produktionsausfälle – vor allem auf russischer Seite – für Anspannung sorgen. Zudem gilt ab dem 21.01.26 ein Importverbot der EU für Diesel, bei dessen Herstellung russisches Öl verwendet wurde.. --- Weil die Industrieländer in der nördlichen Hemisphäre erst am Anfang des Winters stehen, ist die Nervosität am Markt besonders hoch.. --- Für das nächste Jahr sehen wir aber dennoch eine Entspannung am Markt: So soll sich das globale Nachfragewachstum laut IEA nahezu halbieren, was primär den OECD-Ländern anzulasten ist... --- Wir gehen deshalb davon aus, dass der Gasölpreis im Verlauf des nächsten Jahres wieder auf 600 USD je Tonne fallen wird.. --- Erdgas: Chinas geringe Einfuhren entlasten den LNG-Markt
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29.10.25 - 21:09
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Europäischer Gasmarkt startet trotz niedriger Füllstände entspannt in die Heizsaison (SG)
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Der Füllstand der europäischen Gasspeicher ist zu Beginn der offiziellen Heizperiode kaum noch gestiegen: Mit 83% ist er damit 10 Prozentpunkte niedriger als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Die EU hatte im Sommer die ursprünglich strikte Vorgabe eines Füllstands von 90% am 1. November gelockert. Hintergrund ist dabei die nun flexiblere Versorgung mit LNG-Gas. Nur so ist auch zu erklären, dass die Marktteilnehmer am Markt weiterhin entspannt sind und die Preise am europäischen Gasmarkt mit gut 31 EUR je MWh trotz niedrigerer Füllstände mehr als 25% niedriger notieren als im Vorjahr. Wir warnen aber: Bei einem kalten Winterbeginn, im Zuge dessen schneller ausgespeichert würde als üblich, könnte die Stimmung schnell kippen..
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15.10.25 - 15:11
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Gemischte Signale für den europäischen Gasmarkt (SG)
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Laut Daten der Zollbehörde hat China im vergangenen Monat rund 7% weniger Gas importiert als im August. Damit liegen die Gasimporte insgesamt in diesem Jahr etwa 6% unter dem Vorjahresniveau. Zwischenzeitlich lag das Minus zum Vorjahr aber sogar bei rund 10%, die Nachfrage hat sich somit zumindest etwas erholt. Seit April ist das auch steigenden LNG-Importen zuzuschreiben. Setzt sich der Trend fort, könnte dies die Gaspreise am europäischen Markt nach oben schieben, da auch der LNG-Importbedarf der EU im Zuge der beginnenden Heizperiode zunehmen dürfte..
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11.10.25 - 17:53
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Temperaturabfall lässt Gaspreis steigen (SG)
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Der europäische Referenzpreis für Gas (TTF) hat zu Beginn der neuen Woche einen Satz nach oben gemacht und handelt bei fast 33 EUR je MWh. Grund sind die Wetterprognosen, die laut Bloomberg für den kommenden Monat kältere Temperaturen als saisonal üblich vorhersagen. Vor diesem Hintergrund dürften Sorgen aufkommen, dass die Füllstände der Gasspeicher, die seit dem Frühjahr zwar deutlich gestiegen waren, jedoch weiterhin unter den Niveaus der vergangenen Jahre liegen, demnächst schneller fallen könnten..
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25.09.25 - 14:15
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Neuer Fed-Gouverneur Miran: Ich baue mir die Welt, wie sie mir gefällt (HCOB)
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USA: Großer Sprung beim Verkauf neuer Häuser --- Der neue Fed-Gouverneur Stephen Miran biegt sich bei seiner ersten Rede Studien und Prognosen so zurecht, dass sie zu seiner Forderung nach kräftigen Leitzinssenkungen passen. Es wäre verstörend, wenn geldpolitische Kommunikation demnächst in diese Gefilde abtauchen sollte – abwegig ist dieses Szenario leider nicht.. --- Gasmarkt-Analyse: Kehrt eine gewisse Normalität ein?
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25.09.25 - 11:35
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Europäischer Gaspreis von vorzeitigen Ausstiegsplänen aus Russischem LNG unbeeindruckt (SG)
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Der Referenzpreis TTF für den europäischen Gasmarkt hat in den letzten Tage etwas nachgegeben und ist wieder auf 32 EUR je MWh gerutscht. Maßgeblich war wohl die Nachricht, dass Norwegen wieder mehr Gas via Pipeline in die EU exportiert, nachdem die Lieferungen für gut drei Wochen aufgrund von Instandthaltungsmaßnahmen deutlich reduziert waren. Damit dürften sich die europäischen Gasspeicher in den kommenden Wochen wieder etwas schneller füllen: Der Füllstand ist zwar auf zuletzt knapp 82% gestiegen, aber der Abstand zum üblichen Füllstand hatte sich in den letzten drei Wochen nicht mehr verkleinert.. --- Nahezu unbeeindruckt zeigte sich der Gaspreis von der Meldung, dass die EU im Rahmen des momentan diskutierten 19. Sanktionspakets vorschlägt, ein Jahr früher, und zwar Anfang 2027, den Import von russischem LNG zu verbieten.. --- Charttechnisch zeigt der europäische Gaspreis eine Bodenbildung an, mit einer dynamischen Tendenz nach oben!
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11.09.25 - 11:52
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Chinas Gasimporte klettern auf 11- Monatshoch (SG)
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Ebenfalls kräftig legten die Gasimporte im August zu: Sie kletterten gegenüber Vormonat um 11,5% auf fast 12 Mio. Tonnen. Inwieweit dies auf die tendenziell steigenden Pipeline-Importe zurückzuführen ist und/oder ob China mehr am globalen LNG-Markt nachgefragt hat, wird erst im weiteren Monatsverlauf veröffentlicht. Es deutet sich aber an, dass China, das in der ersten Jahreshälfte noch zu einer Entlastung am Gasmarkt beigetragen hatte, weil die Importe knapp 8% unter Vorjahr lagen, in der zweiten Jahreshälfte eine eher wieder stärkere Nachfrage haben wird..
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06.09.25 - 11:25
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Europas Gasspeicher füllen sich, aber Gaspreise bleiben volatil (SG)
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Europas Gasspeicher füllen sich: Inzwischen sind sie zu gut 77% gefüllt, womit sich der Abstand zum üblichen Füllstand (auf Basis des 5-Jahresdurchschnitts) auf 8,4 Prozentpunkte verringert hat. Zur Erinnerung: Ende Mai hatte er noch bei 12,5 Prozentpunkten gelegen. Deutschland zieht mit, bleibt mit einem Füllstand von inzwischen gut 70% aber Nachzügler: Der Abstand zum üblichen Füllstand liegt hierzulande bei gut 15 Prozentpunkten. Für den zuletzt schnelleren Aufbau der Vorräte dürfte auch eine Rolle gespielt haben, dass die Gaskraftwerke in der EU im August weniger zum Einsatz kamen als im Vorjahr..
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06.09.25 - 10:59
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China bezieht künftig noch mehr Gas aus Russland (SG)
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Bei dem Treffen von Russlands Präsident Putin und seinem chinesischen Pendant Xi haben sich beide Länder auf künftig höhere Gaslieferungen geeinigt. Zum einen sollen die Lieferungen über die bestehenden Pipelines erhöht werden. So soll die Kapazität von „Power of Siberia 1” von aktuell 38 Mrd. Kubikmetern auf 44 Mrd. Kubikmeter und die der fernöstlichen Pipeline um 20% auf 12 Mrd. Kubikmeter erhöht werden. Zum anderen soll eine zusätzliche Transit-Pipeline über das Territorium der Mongolei gebaut werden, die “Power of Siberia 2”, die weitere 50 Mrd. Kubikmeter Erdgas von der Jamal-Halbinsel in Westsibirien nach China transportieren soll. Das entspräche den Transportkapazitäten von Nord Stream 1.. --- Europa würde profitieren, denn der LNG-Importbedarf des weltgrößten LNG-Importeurs China würde sich nach einem Bau der „Power of Siberia 2” deutlich verringern..
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