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HCOB Nachrichten

Die HCOB (Hamburg Commercial Bank) ist eine private Geschäftsbank für Mittelständler. Unter der Leitung von Dr. Cyrus de la Rubia werden regelmäßig Branchen-, Makro- & Kapitalmarktberichte publiziert.
 
18.06.26 - 16:31
Fragiles US-Iran-Abkommen (HCOB)
 
Die USA und der Iran haben das lang angekündigte Rahmenabkommen unterzeichnet. Obwohl der kräftige Rückgang des Ölpreises als Zeichen der Erleichterung gewertet werden kann, dürfte der Ölmarkt bis auf Weiteres noch sehr angespannt bleiben..
11.06.26 - 15:31
EZB-Entscheidung: Here we are again (HCOB)
 
Die EZB will sich nicht noch einmal die Finger verbrennen, sie muss ihre Geldpolitik straffen. Dass sie dadurch die Inflation wieder auf ihre Zielgröße von 2 % zurückzuführen wird, ist aber unwahrscheinlich..
04.06.26 - 14:45
Die Fed unter Kevin Warsh: Schwer berechenbar (HCOB)
 
Kevin Warsh ist seit dem 29. Mai der neue US-Notenbankvorsitzende und löst damit Jerome Powell ab. Die von Warsh ausgesendeten Signale in Bezug auf die künftige Ausrichtung der Fed sind widersprüchlich. Es besteht das Risiko, dass die Glaubwürdigkeit der Fed unter ihm Schaden nimmt..
28.05.26 - 15:31
Wochenbarometer - Deutschland: Auf die Stärken besinnen (HCOB)
 
Der Standort Deutschland ist sicher nicht spitze, aber manche Beobachter tun so, als ob unser Land komplett im Niedergang ist und Länder wie Argentinien besser dastehen als wir. Ein derartiger Pessimismus ist nicht hilfreich..
07.05.26 - 14:15
Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate: Steht die OPEC vor der Auflösung? (HCOB)
 
Die OPEC Plus hat bei ihrer letzten Entscheidung so getan, als ob der Austritt der VAE der Organisation nichts anhaben könne. Tatsächlich leitet der Schritt des drittgrößten OPEC-Landes möglicherweise den Übergang hin zu einer „Förder’ was das Zeug hält“-Politik ein, die letztlich zu einem Überangebot an Öl führen dürfte..
30.04.26 - 15:02
Neue Phase der Krise im Nahen Osten (HCOB)
 
Möglicherweise wird die Schließung der Straße von Hormus im Nachhinein als Wendepunkt der globalen Energieordnung eingeordnet. Nämlich als Wendepunkt hin zu einer preisbedingten Reduktion der Nachfrage nach Erdöl und Erdölprodukten (Peak Demand Oil) bei einem gleichzeitig privat forcierten Ausbau erneuerbarer Energieanlagen..
23.04.26 - 15:01
Ölpreisschock: Weniger Einnahmen, mehr Schulden (HCOB)
 
Der IWF spricht im Zusammenhang mit den wachstumsdämpfenden und den zinstreibenden Entwicklungen vom sogenannten Schneeballeffekt. Er tritt vereinfacht gesagt dann ein, wenn angesichts des bereits hohen Schuldenstandes (globaler Durchschnitt 2025: rund 94 % des BIP) und höheren Zinsen die Zinsausgaben steigen, während die Einnahmen wegen des niedrigeren oder gar negativen Wirtschaftswachstums sinken, was im Ergebnis eine weitere Schuldenaufnahme erfordert. Das Problem wird damit von Jahr zu Jahr größer..
16.04.26 - 15:31
IWF-Bericht: Resilienz und Risiken (HCOB)
 
Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist in seinem Frühjahrsbericht sehr vorsichtig. Er verweist zwar auf die bisherige Resilienz der Weltwirtschaft, betont aber gleichzeitig, dass die Risiken zugenommen haben..
26.03.26 - 16:06
KI & Geopolitik: Alles hängt mit allem zusammen (HCOB)
 
Sollte die Blockade der Straße von Hormus länger als drei Monate dauern, könnten sich handfeste Probleme für die Chipindustrie ergeben. Die Preise für die Halbleiter würden deutlich steigen. Weniger wegen des teurer gewordenen Heliums - das hat als Inputfaktor einen relativ kleinen Anteil an den gesamten Produktionskosten -, sondern wegen der möglichen Lieferkettenprobleme, die zu Produktionsunterbrechungen und damit zu einer Verknappung von Halbleitern führen können. Das wiederum würde der KI-Industrie zusetzen.. --- Weiter dürfte ein Energiepreisschock in Form anhaltend hoher Preise für fossile Brennstoffe für Rechenzentren eine zusätzliche Herausforderung darstellen. Rund drei Viertel des Strombedarfs für die geplanten Rechenzentren in den USA sollen mit Hilfe von Erdgaskraftwerken betrieben werden.. --- Klar ist in jedem Fall, dass die (geopolitische) Entscheidung den Iran anzugreifen komplexe Wirkungsverästelungen hat, die vermutlich keine KI vorhergesagt hat..
19.03.26 - 15:31
Deutschland: Auswirkungen eines Energiepreisschocks (HCOB)
 
Deutschland hat die Energiepreiskrise von 2022/2023 immer noch in den Knochen, da drohen durch den Ausbruch des Kriegs zwischen dem Iran und den USA bzw. Israel die Preise für Erdöl und Erdgas wieder massiv nachhaltig zu steigen und die deutsche Wirtschaft erneut schwer zu belasten..
12.03.26 - 16:01
Freigabe der Ölreserven: That don′t impress me much (HCOB)
 
Die IEA Mitgliedsländer wollen das Rekordvolumen von 400 Mio. Barrel an Öl freigeben. Beeindruckt Sie das? Die Märkte sind es nicht und halten es eher mit der Sängerin Shania Twain.. --- Jeden Tag fließen 20 Mio. Barrel an Rohöl und Ölprodukten durch die Meeresenge, durch die man den Persischen Golf verlässt. Die 400 Mio. Barrel reichen daher nur 20 Tage, um diese Menge zu kompensieren..
05.03.26 - 15:16
Eskalation am Persischen Golf – folgt ein Regime-Change im Iran? (HCOB)
 
Der neue Krieg im Nahen Osten ist gegenwärtig das alles beherrschende Thema. Hoffen wir, dass dieser Konflikt, wie von Trump beabsichtigt, von kurzer Dauer sein wird.. --- Für die Weltwirtschaft – und natürlich zuvörderst die Menschen in der betroffenen Region – wäre ein schnelles Ende dieses Krieg die erstrebenswerteste Lösung. Sollte der Krieg jedoch andauern und keine Partei diesen Konflikt für sich entscheiden oder die USA gar doch Bodentruppen einsetzen, hätte das vermutlich fatale Folgen für die globalen Wirtschaftsaussichten. Ein anhaltender, negativer Energiepreisschock würde zu einem Stagflationsszenario führen..
26.02.26 - 14:16
KI, übernehmen Sie (HCOB)
 
Wissen und Intelligenz waren in der Vergangenheit mehr oder weniger Garanten eines gut bezahlten Jobs. Damit ist es vorbei. Dieses Szenario zeichnet ein viral gegangenes Research-Papier und erläutert die makroökonomischen Folgen.. --- Dass die Welt allerdings vor einem Strukturwandel steht, bei dem handwerkliche Leistungen, Pflege, andere soziale Dienstleistungen und Kultur deutlich an Bedeutung gewinnen, und dieser Wandel langfristig auch ohne Massenarbeitslosigkeit bewerkstelligt werden kann, das ist in jedem Fall denkbar..
19.02.26 - 15:02
Bitcoin-Absturz: Die „Nutzlos“-Debatte (HCOB)
 
Bitcoin ist 2009 lanciert worden und hat sich als extrem resiliente Blockchain etabliert. Der Nutzen von Bitcoin wird dennoch immer wieder in Frage gestellt. Zielführend ist das nicht..
12.02.26 - 14:02
Deutsche Abhängigkeit von Erdgasimporten: neue Lieferanten, alte Risiken (HCOB)
 
Deutschland ist weiterhin hochgradig abhängig von Erdgasimporten. Mit den USA als neuem Lieferant bleiben allerdings die alten, geopolitischen Risiken bestehen. Die Lösungsansätze für dieses Problem dürften jedoch auf gesellschaftliche Widerstände stoßen.. --- Eine heimische Produktion im größeren Stil würde allerdings Abhängigkeiten reduzieren und wäre gleichzeitig emissionsärmer als der Import von LNG, der energieintensive Verflüssigungs- und Transportprozesse durchläuft. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe hat in einer Studie von 2016 geschätzt, dass Deutschland auf 320 bis 2030 Milliarden Kubikmeter (bcm) technisch förderbaren Schiefergasressourcen sitzt. Zum Vergleich: 2024 wurden in Deutschland rund 3,4 bcm Erdgas gefördert, bei einem Verbrauch von rund 79 bcm...
30.01.26 - 11:32
Ist das schon Forward Guidance? (HCOB)
 
ECB Watcher: Am 5. Februar tritt der EZB-Rat zu seiner nächsten geldpolitischen Sitzung zusammen. Unsere Auswertung der jüngsten öffentlichen Aussagen der EZB-Ratsmitglieder zeigt ein bemerkenswert einheitliches Bild: 95 % haben sich in den vergangenen Wochen für eine Beibehaltung des aktuellen Leitzinsniveaus bei dieser Sitzung ausgesprochen..
29.01.26 - 13:31
Goldpreisrallye: The sky is the limit (HCOB)
 
Wie hoch wird der Goldpreis noch steigen? Wir wissen es nicht, sondern nur, dass für diese Jahrhundertrallye einfache Erklärungen nicht ausreichen und dass alte Investmentregeln nicht leichtfertig über Bord geworfen werden sollten.. --- Kurzfristig wird die Diskussion um die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen noch durch die Möglichkeit eines erneuten Government-Shutdowns befeuert. Wegen der hoch umstrittenen Aktivitäten der Einwanderungsbehörde ICE unter anderem in Minnesota haben die Demokraten gedroht, den Haushalt, der nur temporär verabschiedet worden war und lediglich bis Ende Januar gilt, nicht zu unterstützen.. --- Der zweite noch wichtigere Faktor ist, dass der US-Präsident die Unabhängigkeit der Notenbank in Frage stellt.. --- Die Story ist, dass geopolitisches Chaos, Inflations- und sogar Existenzängste die Suche nach dem definitiven sicheren Hafen anheizen..
 
23.01.26 - 11:46
Fed Chair Casting (HCOB)
 
Am 27.–28. Januar tritt das Federal Open Market Committee (FOMC) der US-Notenbank Fed zu seiner nächsten geldpolitischen Sitzung zusammen. Unsere Analyse der jüngsten Reden und Interviews der FOMC-Mitglieder zeigt, dass die Fed den Leitzins vermutlich konstant lassen wird. Drei Viertel der stimmberechtigten Mitglieder signalisierten eine Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus. Nur drei Mitglieder sprachen sich für eine Zinssenkung bei der kommenden Sitzung aus..
22.01.26 - 13:15
EU: Schwächen erkannt, aber noch nicht gebannt (HCOB)
 
Für die EU steht viel auf dem Spiel. Das Grönland-Drama hat das erneut deutlich gemacht. Es ist kein Geheimnis, wo die EU ansetzen muss, um seine Zukunft zu retten.. --- Vergessen Sie TACO. Um die Handlungen des US-Präsidenten Donald Trump vorherzusagen, nutzt dieses Acronym (Trump always chickens out) gar nichts. Denn spätestens seit dem US-Angriff auf Venezuela wissen wir, dass es auch FAFO gibt (F*** around and find out). Wer möchte sich vor diesem Hintergrund bequem zurücklehnen und behaupten, bei Grönland ginge es mal wieder nur um ein Verhandlungsspiel?
15.01.26 - 11:45
Mercosur: Eine gute Entscheidung (HCOB)
 
Die Staats- und Regierungschefs der EU haben dem Handelsteil des Mercosur-Abkommens zugestimmt. Sollten die letzten Hürden für ein Inkrafttreten dieses Abkommens genommen werden, wäre dies ein kräftiges Signal der EU-Handlungsfähigkeit. Perspektivisch dürfte das Abkommen die EU auf mehreren Ebenen wirtschaftlich und politisch stärken.. --- Damit das Abkommen in Kraft tritt, bedarf es noch der Zustimmung des EU-Parlaments – keine Selbstverständlichkeit – und der Ratifizierung der einzelnen Länder des „ Mercado Común del Sur“. Ganz klar, Mercosur wird von seinen Dimensionen her nicht zum kurzfristigen Gamechanger für die EU. Das Außenhandelsvolumen mit Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay liegt bei 2,2 % des gesamten EU-Handels.. --- Neben der Erschließung neuer Märkte ist es mindestens ebenso bedeutsam, dass die EU-Länder erleichterten Zugang zu kritischen Rohstoffen wie beispielsweise Lithium, Nickel, Mangan, Graphit und Kupfer erhalten --- Im März wird das EU-Parlament entscheiden..
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Zitat des Tages: Begabung im höchsten, weitesten Sinne des Wortes ist eine Gabe des Lebens. - Boris Leonidowitsch Pasternak
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