|
|
|
|
|
|
|
24.07.26 - 09:15
|
Am Ölmarkt steigt der Druck (Commerzbank)
|
|
|
Die neuerliche Eskalation am Persischen Golf hat Rohöl deutlich verteuert. Dabei könnten die Preise noch weiter steigen, da mit der Straße von Bab al-Mandab eine weitere Transportroute geschlossen werden könnte. Die ersten Engpässe drohen aber bei einigen Ölprodukten, deren Lagerbestände deutlich gefallen sind.. --- Alles in allem erscheinen die Lagerbestände bei Rohöl global gesehen zwar weiterhin komfortabel. Aber die mögliche Schließung der Straße von Bab al-Mandab könnte die Rohölpreise weiter steigen lassen. Auf den Produktmärkten ist die Lage jetzt schon angespannter. Wenn die USA ihre Exporte aus Angst vor den massiv gesunkenen eigenen Lagerbeständen senken, könnte es vor allem bei Diesel und Kerosin noch in diesem Jahr zu regionalen Engpässen kommen..
|
|
|
|
|
|
|
|
22.07.26 - 12:52
|
Öl: Neue diplomatische Bemühungen (SG)
|
|
|
Der Preis von Brentöl startete nach zahlreichen gegenseitigen Angriffen in der Golfregion über 90 USD in die neue Handelswoche. Der (sichtbare) Seeverkehr durch die Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen. Hinzu kam, dass nach Drohnenangriffen die Verladungen an einem wichtigen Ölterminal im Schwarzen Meer, über den üblicherweise 75% der kasachischen Ölexporte erfolgen, eingestellt werden mussten.. --- Die eigentliche Anspannung herrscht aber weiterhin an den Produktmärkten: Am Freitag kletterte der Crack-Spread 3-2-1 auf einen neuen Rekord von fast 70 USD je Barrel; in den USA kostet eine Gallone Benzin an den Tankstellen landesweit im Durchschnitt wieder über 4 USD. Die kommerziellen US-Benzinvorräte sind inzwischen fast 8,5% niedriger als um diese Jahreszeit üblich.. --- China: Laut chinesischem Statistikbüro fiel im Juni die Kerosin- bzw. die Dieselproduktion jeweils um gut 21% gegenüber Vorjahr, die von Benzin lag gut 14% unter Vorjahr.. --- Irak will mehr Öl über Pipeline umleiten..
|
|
|
|
|
|
21.07.26 - 12:45
|
Eskalation im Nahostkonflikt katapultiert Ölpreis zurück auf 90 USD (DZ Bank)
|
|
|
Die Lage im Nahen Osten hat sich abermals drastisch zugespitzt und den Rohölpreis in den Bereich um 90 US-Dollar je Barrel zurück katapultiert. Meldungen über eine potenzielle Waffenruhe konnten der Preisrallye zwar kurzzeitig Einhalt gebieten. Eine nachhaltige Entspannung in der Region dürfte zunächst jedoch außer Reichweite bleiben.. --- Zusätzliche Brisanz erhält die Situation durch die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen, die eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt haben. Dies schürt erhebliche Sorgen vor weitreichenden Lieferausfällen im Roten Meer und an der Meerenge Bab al-Mandab – einer zentralen Lebensader für saudische Ölexporte.. --- Langfristig dürften schließlich die schwächelnde Konjunkturdynamik in China und die fortschreitende Elektrifizierung die Ölnachfrage dämpfen und den Kurs auf 70 US-Dollar drücken..
|
|
|
|
|
|
|
16.07.26 - 14:31
|
Märkte und Trends Juli 2026 (Helaba)
|
|
|
Konjunktur: Deutsche Wirtschaft zeigt sich robust --- Geldpolitik: Fed steht unter Druck, die Leitzinsen anzuheben – EZB kann abwarten --- Staatsanleihen: Geopolitische Instabilität wird zum Mühlstein am Hals --- Aktien: Bisherige Zugpferde in der Sommerpause? --- Gold: Inflations- und Zinssorgen bleiben entscheidend --- Rohöl: Erneute Verunsicherung um Lage am Persischen Golf --- Immobilien: Baukosten nehmen deutlich zu --- Devisen: US-Dollar weiterhin im Höhenflug
|
|
|
15.07.26 - 14:22
|
Rohstoffausblick: Angespannte Märkte für Ölprodukte (SG)
|
|
|
Am Ölmarkt war zuletzt ein uneinheitliches Bild zu beobachten. Die Internationale Energieagentur spricht in ihrem aktuellen Monatsbericht davon, dass sich die Märkte für Rohöl und Ölprodukte voneinander entkoppelt haben. Die Preise für Ölprodukte gingen im Juni weniger deutlich zurück als die Rohölpreise.. --- Hinzu kommt ein deutlicher Rückgang der Exporte von Ölprodukten aus Russland. Seit letzter Woche besteht in Russland ein zunächst bis Ende Juli geltendes Exportverbot für Diesel.. --- Die US-Exporte von Ölprodukten erreichten dann Anfang Juli mit 8,73 Mio. Barrel pro Tag der EIA zufolge ebenfalls ein Rekordniveau. Dies ging nicht spurlos an den US-Lagerbeständen vorüber.. --- Der US-Benzin-Crack-Spread hatte daraufhin Anfang Juli das höchste Niveau seit mehr als vier Jahren erreicht, der US-Diesel-Crack-Spread das höchste Niveau seit dem Erreichen des Rekordniveaus im März.. --- China hatte vorige Woche angekündigt, die Exportbeschränkungen für Ölprodukte im Juli aufzuheben..
|
|
|
|
|
|
15.07.26 - 14:06
|
Öl: Hormus-Risiken sorgen für neuen Preisschub (SG)
|
|
|
Die Sorge, dass es sich bei den jüngsten Angriffen in der Golfregion nicht nur um ein kurzes Zwischenspiel, sondern um eine erneute Eskalation handelt, ist inzwischen auch am Ölmarkt angekommen: Die Ölpreise springen zum Wochenauftakt deutlich nach oben... --- Die IEA, die ihre Nachfrageprognose im letzten Monat noch deutlich nach unten korrigiert hatte, zeigte sich in diesem Monat optimistischer. Dennoch erwartet sie im laufenden Jahr einen deutlichen Rückgang der Ölnachfrage um gut 1 Mio. Barrel pro Tag. Die OPEC, die gestern ihren Monatsbericht veröffentlicht hat, hat dagegen ihre Prognose im laufenden Monat abermals nach unten korrigiert. Nichtsdestotrotz erwartet sie noch immer einen Anstieg der globalen Ölnachfrage von 0,8 Mio. Barrel pro Tag. Für nächstes Jahr sind sich die beiden Agenturen allerdings dann fast einig: Beide erwarten einen Anstieg der globalen Ölnachfrage von rund 2 Mio. Barrel pro Tag.. --- Chinas Rohölimporte im Juni auf 10-Jahrestief..
|
|
|
|
|
|
|
|
|
07.07.26 - 10:41
|
Öl: Steuert der Markt auf eine Angebotsschwemme zu? (SG)
|
|
|
Die Ölpreise standen in dieser Woche weiter unter Druck. Der Brentölpreis rutschte in Richtung 70 USD je Barrel. Niedriger war der Preis zuletzt Ende Februar kurz vor Beginn des Iran-Krieges und der dadurch ausgelösten Blockade der Straße von Hormus. Am Markt ist immer öfter von einer Angebotsschwemme („supply glut“) die Rede, was sich auch in der Brent-Terminkurve zeigt.. --- Von einem Überangebot ist in den verfügbaren Zahlen aber weiterhin wenig zu sehen. Die von Bloomberg veröffentlichten Daten zum Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zeigen bislang keinen Anstieg.. --- Die US-Rohöllagerbestände sind in der letzten Woche laut Daten des US-Energieministeriums um 3,8 Mio. Barrel und damit zum zehnten Mal in Folge gefallen. Der Lagerabbau in diesem Zeitraum summiert sich auf 57,4 Mio. Barrel. Die US-Rohöllagerbestände liegen aktuell 7% unter dem 5-Jahresdurchschnitt.. --- Die Preisentwicklung und die vorliegenden Daten passen daher nicht zusammen..
|
|
|
07.07.26 - 10:36
|
Rohstoffausblick: Übertriebener Optimismus am Ölmarkt? (SG)
|
|
|
Die Ölpreise sind in dieser Woche weiter gefallen. Ausschlaggebend hierfür dürften positive Nachrichten zu den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gewesen sein, die Hoffnungen auf eine vollständige Öffnung der Straße machten und deshalb die Risikoprämie für mögliche Lieferunterbrechungen fallen ließen.. --- Auch wenn eine deutliche Quotenerhöhung unwahrscheinlich bleibt, dürfte die OPEC+ dem Druck zumindest teilweise nachgeben. Allerdings dürften zusätzliche Fördermengen den Markt kaum beeinflussen, solange die Öllieferungen durch die Straße von Hormus eingeschränkt bleiben.. --- Der Kupfermarkt wartet weiterhin auf den Bericht von US-Handelsminister Lutnick zu einem möglichen Importzoll von 15% auf raffiniertes Kupfer..
|
|
|
07.07.26 - 10:08
|
Energie: Erneuerbare im Aufwind, Emissionen im Plus (SG)
|
|
|
Der jährliche Statistical Review des Energy Institute zeigt für 2025 ein gemischtes Bild der globalen Energieversorgung: Einerseits schreitet der Ausbau neuer Energietechnologien mit hohem Tempo voran, andererseits steigt die weltweite Energienachfrage weiter. Der globale Energieverbrauch legte 2025 um 1,7% auf mehr als 600 Exajoule (rund 167.000 TWh) zu, die energiebedingten CO2-Emissionen stiegen um 1,1% auf 35,8 Gigatonnen. Trotz des kräftigen Ausbaus erneuerbarer Energien machen fossile Energieträger weiterhin rund 86% im globalen Energiemix aus.. --- Rechenzentren und KI-Anwendungen wurden erstmals separat ausgewiesen; ihr Stromverbrauch sprang um 20% nach oben und entspricht inzwischen 2,4% des globalen Stromverbrauchs.. --- Europa deckte rund 48% seines Gasbedarfs über LNG, wovon 52% aus den USA stammten. Vollständig beendet ist die Abhängigkeit von Russland damit aber nicht, denn zusätzlich importierte Europa weiterhin 20,3 Mrd. Kubikmeter russisches Gas in Form von LNG
|
|
|
|
|
|
|
|